Bürgermeisterwahl in Melsungen

HNA-Lesertreff: Bürgermeisterkandidaten sprechen über Sparpläne

Melsungen. Egal, wer die Bürgermeisterwahl in Melsungen gewinnt: An den Kindergärten soll auch künftig nicht gespart werden. Beide Kandidaten bekannten sich beim HNA-Lesertreff zu einer beitragsfreien Betreuung.

Rund 500 Besucher waren in die Stadthalle gekommen, um Ulrike Hund und Markus Boucsein unter die Lupe zu nehmen. So wollte Ulrich Blum wissen, ob Melsungen unter den Rettungsschirm müsse. Das verneinten beide Kandidaten.

Die Moderatoren und HNA-Redakteure Olaf Dellit und Damai D. Dewert wollten es genauer wissen: Was die beiden Kandidaten denn tun wollten, um den städtischen Haushalt zu konsolidieren, hakten sie nach. „Ich will nicht sparen“, sagte dazu Ulrike Hund. Vielmehr müsse man die Einnahmen steigern.

Kulturfabrik auf Prüfstand

Das sah Markus Boucsein anders: „Gespart werden muss schon“, sagte er. Zum Beispiel an der Kulturfabrik: „Die bringt der Stadt wenig und kostet sie viel“, sagte er. Er halte es für sinnvoll, die Kulturfabrik zu privatisieren.

Insgesamt wurde deutlich, dass die beiden Kandidaten unterschiedliche Prioritäten setzen. Boucsein etwa hielt trotz kritischer Nachfrage von Besucher Reinhold Nieding an der Idee fest, die Radwege zwischen der Kernstadt sowie Obermelsungen und Röhrenfurth zu beleuchten – 200.000 Euro würde das nach seinen Berechnungen kosten. Er wolle die Stadtteile besser anbinden, sagte er, „das muss es uns wert sein.“ Ulrike Hund hingegen hielt es nicht für sinnvoll, hierfür Geld auszugeben.

Sie beschrieb stattdessen ihre „Vision“, die Brückenstraße zu überdachen. Zum Erhalt von Fachwerkhäusern sagte Hund, dies sei wichtig, aber nicht um jeden Preis. Boucsein forderte hingegen, die Stadt müsse mehr finanzielle Anreize schaffen, damit Privatleute in Fachwerkhäuser investierten.

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In zwei Kurzclips erklären die beiden Kandidaten, warum man sie wählen sollte.

Markus Boucsein

Ulrike Hund

Quelle: HNA

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