Büttenabend des CCH: Gelebtes Leben in Versen

+
Mitten in Afrika: Das Männerballett mit gekonnter Performance, eingeübt mit Trainerin Tanja Werner.

Haddamar. Man nehme einen begeisterungsfähigen Ortsvorsteher und viele freiwillige Helfer zum Bauen: Und schon konnten die Karnevalisten aus Haddamar erstmals seit 2006 wieder ihren Büttenabend an alter Wirkungsstätte im umgebauten Dorfgemeinschaftshaus feiern.

Mit großer Eigenleistung hatten sie an der Erweiterung ihres DGH mitgeholfen und feierten nun im erweiterten Saal ihr 40-jähriges Vereinsbestehen. Nach Ende des offiziellen Teils, weit nach Mitternacht, sagte ein ergriffener Ortsvorsteher Klaus Wissemann: „Ich habe kaum geglaubt, dass wir nochmal Karneval im DGH feiern würden.“

Das närrische Programm bewies: Um den tänzerischen Nachwuchs braucht sich der CCH keine Sorgen zu machen. Die Minigarde „Rasselbande“, die Jugendgarde mit Western- und Hexentanz und die Einzelmariechen Rika Schnabel und Janina Römer boten Glanzleistungen. Was sie den Zuschauern zeigten, wurde mit viel Beifall belohnt, Zugaben waren Pflicht.

Die Urgesteine in der Bütt, Karl-Willi Duscha und Manfred Wicke, ergänzt durch „den schönen Ralfer“ Ralf Wissemann, verursachten mit ihren Büttenreden Lachsalven bei den Gästen. Erstmals in der Bütt war als Warentester Burkhard Bräutigam.

Das Hausmeisterehepaar im DGH. Hausmeister Krause mit Hund Bodo und Ehefrau (Markus Ritter und Birgit Wissemann), erzählte von Erlebnissen im neuen Haus.

Volles Haus beim Büttenabend des CC Haddamar

Ein Höhepunkt waren wieder die Kichererbsen mit ihrem Sprechgesangsvortrag als „Trauerschnallen“. Im fantastischen Outfit feuerten sie ihre Breitseiten auf das Publikum ab.

In der gleichen Liga spielen die Halmerschen Drähnen(T)diere: Gelebtes Leben, stark präsentiert und wirklichkeitsnah in Verse gefasst. Als tänzerischer Höhepunkt trat das Männerballett auf. An „Dirty Dancing“ und Klaus Wissemann als Sologirl hätte Patrick Swayze seine Freude gehabt.

Fazit: Von Helmut Römer und Klaus Wissemann gekonnt durchs Programm geführt, erlebten die Zuschauer einen tollen Büttenabend. Haddamar, 1209 erstmals urkundlich erwähnt, 360 Einwohner, hat so viele Talente, dass man sich um die Zukunft des Karnevals im Dorf keine Sorgen machen muss. (zpb)

Quelle: HNA

Kommentare