Bundesverdienstkreuz für Heinrich Schmoll

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Hoch gelobt: Staatssekretär Mark Weinmeister zeichnete den Lobenhäuser Heinrich Schmoll am Freitag für sein langjähriges Engagement für Volk und Staat aus.

Lobenhausen. Heinrich Schmoll (76) ist am Freitag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europa, überreichte ihm das Verdienstkreuz am Bande in der Lobenhäuser Kirche der Seligpreisungen.

„Durch sein beispielloses Engagement für das Gemeinwohl hat Heinrich Schmoll unzählige auszeichnungswürdige Verdienste erworben“, erklärte Staatssekretär Weinmeister. Weiterhin hieß es: „Er hat sich weit über seine dienstlichen Aufgaben hinaus um die Kirchengemeinde Lobenhausen, den Schützenverein und die Mitarbeiter im Baugewerbe gekümmert.“

Das sahen die Vereine und Personen, mit denen Schmoll zu tun hatte, ganz genau so: „Im Stillen wurden 18 Monate lang alle befragt. Dann bekam ich das Verdienstkreuz“, sagt Schmoll. „Ich war total überrascht.“ Er habe sich aber sehr gefreut, dass seine ehrenamtliche Tätigkeit so positiv aufgenommen werde.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hielt die Laudatio zu Ehren Schmolls. Bis 1971 engagierte sich der Lobenhäuser Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Meister kommunalpolitisch als Gemeindevertreter. Als Ortsbeirat setzte er sich bis 1977 für die Verschönerung des Dorfes ein. Bis 2007 war Schmoll dann Vorsteher der Evangelischen Kirchengemeinde Lobenhausen. Er legte bei den Renovierungen selbst Hand an, stiftete den Gedenkstein für Kriegsgefallene und anlässlich seines 70. Geburtstags einen Taufstein.

Seit 1981 engagiert sich Schmoll im Verein zur künstlerischen Ausgestaltung der Kirche Lobenhausen und ähnlicher Vorhaben. Der Verein sichert und bewahrt Kunstwerke und organisiert jährlich 15 bis 20 Konzerte.

Gerhard Schmoll ist seit 1976 im Schützenvereins tätig. Unter seiner Führung bekam Lobenhausen ein Schützenhaus.

Lange Zeit war Schmoll zudem im Vorstand der Bauhandwerks-Innung und dem Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen aktiv.

Für seinen ständigen Einsatz wurde Schmoll mit der Verdienstnadel in Silber vom Hessischen Baugewerbeverband und mit dem Ehrenbrief des Landes ausgezeichnet.

Weitere Redner bei der Bundesverdienstkreuz-Verleihung waren der erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker, Bürgermeister Mario Gerhold, Dekan Norbert Mecke, Kreisinnungsmeister Frank Dittmar und Pfarrer Heinz-Ulrich Schmidt-Ropertz. Und sie pflichteten Staatssekretär Weinmeister bei: „An Heinrich Schmoll kann sich jeder ein Beispiel nehmen, wie leidenschaftliches Engagement für die Gemeinde aussieht.“

Von Jasmin Paul

Quelle: HNA

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