Tag der Bundeswehr in Fritzlar: Es wird nicht ohne Stau gehen

Fritzlar. Sie wollen vor allem eines: Beim Tag der Bundeswehr in Fritzlar ein Verkehrschaos vermeiden. Und damit das gelingt, arbeiten bei der Planung viele Hand in Hand.

Die Bundeswehr, die Stadt Fritzlar, Hessen Mobil, Polizei und ein Planungsbüro arbeiten zusammen. 100.000 Besucher aus einem Gebiet von rund 250 Kilometer Luftlinie rund um Fritzlar werden am Samstag, 13. Juni, erwartet. Nicht dazugehören wird übrigens die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Sie werde wohl zum Bundeswehrtag in Hannover sein.

Wichtig sei, dass die Besucher Fritzlar und die Parkplätze bestmöglich erreichen - unter anderem wird die Autobahn 49 auf einer Strecke von 25 Kilometern gesperrt und zu einem Parkplatz mit 14.000 Stellplätzen zwischen Gudensberg und Neuental umfunktioniert (wir berichteten).

„Es gibt keine Generalprobe.“ 

Doch ganz störungsfrei werde man die Besuchermassen nicht lenken können: „Bis zu 95 Prozent der Besucher werden mit dem eigenen Wagen anreisen, das wird nicht ohne Behinderungen gehen“, erklärt Thorsten Rupp vom Marburger Planungsbüro Via Plan am Mittwochmorgen bei einer Pressekonferenz in Fritzlar. Doch werde man alles dafür tun, um diese zu reduzieren. Die meisten Gäste (etwa 40 Prozent) erwarte man aus dem Norden und dem Ruhrgebiet. „Sie reisen über die A 44 an“, so Rupp. Je weitere 20 Prozent kämen aus südöstlicher und südlicher Richtung und somit über die A7 beziehungsweise über Marburg, die B 3 und die A49. Und etwa zehn Prozent erwarte man aus der Edersee-Region und dem Frankenberger Land (B 253).

Auf der Autobahn werde in Längsrichtung geparkt. Das sei die schnellste Möglichkeit. Jeder Parkplatz werde nur einmal genutzt. „Fährt jemand weg, wird der Platz nicht erneut besetzt“, sagt Rupp. Für das Ein- und Ausparken sei keine Zeit. Alle eine bis zwei Sekunden würden den Berechnungen zufolge Besucher mit ihren Autos ankommen. „Da muss alles schnell gehen.“ Beim Einweisen der Fahrzeuge werden Hilfskräfte der Feuerwehren im Einsatz sein.

„Wir werden den Verkehr entknoten und für großräumige Umleitungen sorgen“, betonte Oberstleutnant Andreas Brendel. Wichtig sei auch, dass die Innenstadt so weit wie möglich von dem Verkehr befreit werde. „Die Rettungswege müssen frei bleiben“, sagten Rupp und Bürgermeister Hartmut Spogat. Die Stadt freue sich auf den Tag, der Fritzlar die Möglichkeit gebe, sich vorzustellen. Allerdings helfe die beste Planung nichts, wenn sich die Besucher nicht daran halten. Man wolle aus den Fehlern lernen, die beim Tag der offenen Tür 2008 gemacht wurden. Damals kamen 80.000 Besucher und es gab ein Verkehrschaos, erinnerte Brendel. Die Besucher sollten unbedingt der Beschilderung folgen und erst gar nicht auf die Idee kommen, Parkplätze auf eigene Faust zu suchen. Die Polizei werde dies kontrollieren.

Projektoffizier Marco Nill rät, dass man sich seinen Stellplatz merken sollte. „Es ist schließlich der größte Parkplatz der Welt“, so Nill mit einem Augenzwinkern. Eigentlich könne bei der guten Vorplanung nur noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen, sagte Brendel: „Doch da sind wir noch nicht Herr des Verfahrens.“

Sperrungen und Umleitungen 

• Die Zufahrt nach Fritzlar über die B450 wird gesperrt. Umleitung über Wega, Wellen und Geismar.

• Die L3150/B450 zwischen Großenenglis und Fritzlar wird gesperrt. Umleitung über Großenenglis, Udenborn.

• Die Zufahrt nach Fritzlar aus Richtung Zennern wird gesperrt.

• Einbahnstraßen-Ringverkehr: Gießener Straße wird zur Einbahnstraße in Richtung Borken, Erfurter Ring wird zur Einbahnstraße in Richtung Werkel.

• Die A 49 zwischen Felsberg und dem Autobahnende Neuental ist in beiden Richtungen gesperrt und dient als Parkplatz.

Lesen Sie auch:

- 1000 zivile Helfer beim Tag der Bundeswehr: Militär stellt sich vor

- Autobahn gesperrt: Teilstück der A49 wird zum riesigen Parkplatz

Quelle: HNA

Kommentare