Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr - Luft nach oben ist immer

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Die Knoten müssen sitzen: Beim Wettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr in Niederelsungen demonstrierten die Retter von morgen ihr Können.

Niederelsungen. Die Jungen und Mädchen der vier Jugendfeuerwehrverbände im Landkreis Kassel hatten am Sonntag ihren großen Auftritt. Es galt im Zuge des Bundeswettbewerbs der Deutschen Jugendfeuerwehr, aus ihrer Mitte die Besten zu ermitteln.

Insgesamt maßen 18 Teams ihre Kräfte, sie gehören der Jugendfeuerwehr Wolfhager Land, dem Verband Hofgeismar sowie den Verbänden Kassel Land und Kassel an.

Mit der Beteiligung zeigte sich Carsten Gibhardt, einer der Organisatoren des Wettbewerbs, zufrieden. Vielleicht könne man mit einem moderneren Regelwerk das Interesse des Nachwuchses noch weiter steigern. Derzeit ist eine Teilnahme am Wettstreit nur für Angehörige von Jugendwehren ein und desselben Ortsteils möglich. Ein Team, bestehend aus den Wehren zweier benachbarter Dörfer oder Stadtteile, bleibt außen vor. Er glaubt, dass es dem Wettstreit guttun würde, wenn man wie bei der Leistungsspange Kinder von anderen Wehren ausleihen dürfte.

Am Sonntag imitierten die Mädchen und Jungen einen Löschangriff. Dabei taten sie so, als müssten sie das Wasser aus einem offenen Gewässer holen. Obwohl die Wettbewerbe standardisiert sind und als Trockenübung ausgeführt werden, gab es reichlich Wasser. Das allerdings kam von oben und setzte vor allem den 20 Wertungsrichtern zu, die die Leistungen der Zehn- bis 18-Jährigen kritisch verfolgten. Den Aktiven machte der Regen wenig aus – die waren einfach nur in ihrem Element. Fehlerfrei versuchten sie Knoten zu knüpfen und innerhalb der vorgegebenen Zeit einen Löschangriff mit drei Strahlrohren vorzubereiten. Das war der erste Teil der Aufgabe.

Im Abschnitt B mussten die neun Mitglieder einer Gruppe einen Staffellauf über 400 Meter absolvieren – und dies so schnell wie möglich. Für jedes Teammitglied sieht die Aufgabe ein wenig anders aus, was unter den Jugendlichen für viel Vergnügen sorgte.

Auf Landesebene werden vier Mannschaften den Landkreis Kassel vertreten – eine reine Mädchentruppe (Kassel-Nordshausen/Brasselsberg) und die drei Bestplatzierten der Jungen- und gemischten Gruppen (Vellmar1, Schauenburg-Martinhagen 1 und Kassel-Nordshausen/Brasselsberg). In den vergangenen Jahren sei der Ausscheid auf dieser Ebene für den Nachwuchs aus der Region das Maß aller Dinge gewesen, sagt Gibhardt. Zum Endausscheid, bei dem die Besten der Bundesländer gegeneinander antreten, habe es noch keine Jugendwehr aus Stadt und Landkreis Kassel geschafft. Aber Luft nach oben sei immer. (ant)

Quelle: HNA

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