Bunte Fenster für Sakralraum des Dietrich-Bonhoeffer-Zentrums

Stolz auf das neue Gesicht der Kirchenraums: Pfarrer Gerhard Peter freut sich schon darauf, seiner Gemeinde die bunten Glasfenster zu präsentieren.

Melsungen. Jetzt wird’s bunt. Die Fensterfront des Dietrich-Bonhoeffer-Zentrums in Melsungen ist gerade neu verglast worden. 60 000 Euro ließ es sich der evangelische Kirchenkreis Melsungen kosten, die mit biblischen Sprüchen versehenen, roten und blauen Buntglasscheiben ins Gesamtbild des Sakralbaus zu integrieren.

Damit sei das Zentrum endlich als Kirche erkennbar, sagte Pfarrer Gerhard Peter. „Bisher waren einfache Wohnzimmerfenster mit weißen Vorhängen in unserem Gotteshaus verbaut“, erzählte der Geistliche. Das sei allerdings nicht mehr als eine Notlösung gewesen. Mit Unterstützung zahlreicher Spender habe die Gemeinde 28 000 Euro sammeln können, weitere 7000 Euro kämen aus Kollekten. „Und schließlich haben wir 15 000 Euro von unserer Kirche dazu bekommen“, sagte Pfarrer Peter. Die restlichen 10 000 Euro werde die Gemeinde vermutlich mithilfe der Landeskirche aufbringen, ganz klar sei das bislang aber noch nicht. „Das könnte beispielsweise ein zinsloses Darlehen sein, das uns hier weiterhilft.“

Die Glasfenster, die das Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum ab jetzt zieren, sind nicht nur prächtig anzuschauen. Sie sind Unikate. Nämlich mundgeblasene Scheiben mit eingeätzten Schattierungen und Psalmen. Das Glas kommt aus einer Glashütte im Bayerischen Wald, das künstlerische Konzept für die Gestaltung der Fenster oblag dem englischen Glaskünstler Martin Donlin. Der ist für seine nicht ausschließlich sakralen Arbeiten weltweit bekannt und war für die evangelische Gemeinde Melsungen ein echter Glücksgriff, findet Gerhard Peter.

Denn: „Mit diesen neuen Fenstern geben wir unserer Kirche nun in würdiger Weise das Gesicht eines Sakralbaus.“ Außerdem würden eine neue Taufschale, ein neues Standkreuz für den Altar und ein paar neue Kerzenleuchter die bisherigen Devotionalien ablösen. „Damit wollen wir das Bild des Hauses vereinheitlichen - alles soll zueinander passen.“

Realisiert wird der Einbau der Fenster vom Taunussteiner Glasbau-Unternehmen Derix, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts weltweit für architektonische Glaskunst steht. Gerade mal zwei Tage brauchten die Männer, um die bunten Bausteine an Ort und Stelle zu installieren.

Kein Gottesdienst in Kirche

Am Sonntag, 28. November, wird die umgebaute Kirche von Dekan Rudolf Schulze eingeweiht und damit den Gemeindemitgliedern vorgestellt. Ab 10 Uhr findet dort ein Gottesdienst statt, der in der Stadtkirche falle deshalb aus, sagte Pfarrer Peter. (zbg)

Quelle: HNA

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