Bewegter Wind: Von der Burg bis zum Berg

+
Windkunst: Der Entwurf für das Exponat „Skipping Stones“ der rumänischen Künstlerin Miruna Toma, die auch bei der Ausstellung Bewegter Wind teilnimmt.

Wolfhagen/Volkmarsen. Bei klarem Wetter kann man von der Kugelsburg in Volkmarsen über Wälder und Wiesen bis nach Wolfhagen schauen. Und hier, auf dieser Sichtachse, soll es ab August auch etwas ganz Besonderes zu sehen geben.

Dann findet die Landschaftsausstellung „Bewegter Wind“ wieder statt. In diesem Jahr zum ersten Mal in zwei Landkreisen gleichzeitig: In Waldeck-Frankenberg mit Volkmarsen und im Landkreis Kreis Kassel mit Wolfhagen.

65 Künstler mit 77 Arbeiten aus 17 Nationen werden bei der Ausstellung ihre Windkunst präsentieren. „AIR condition(s)“ lautet das Thema, es umfasse das Wetterklima ebenso wie die Atmosphäre zwischen Menschen, erklärt die Lichtenfelser Künstlerin und Initiatorin Reta Reinl.

Sehen, hören, fühlen

Ausstellungsorte sind die Kugelsburg sowie zwei Orte im Wolfhager Bereich – einer davon wird der Stadtteil Istha sein, der andere steht noch nicht fest. Auch in Wolfhagen selbst werden Exponate zu sehen sein, zum Beispiel am Graner Berg. „Wir planen unter anderem ein Langzeitexperiment, das fast ein Jahr lang stehen soll“, erzählt Reta Reinl, mehr verraten möchte sie aber nicht.

Windobjekte, Installationen, Performances und Videos wird es zu sehen, zu hören, zu fühlen geben. Von einer chinesischen Windmühle ist die Rede, von Künstlern, die Ein- und Ausatmer aus Radiosendungen zusammengeschnitten haben und diese abspielen. Vielfalt ist versprochen, ergänzt von einem Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Aktionen, Konzerten.

Die Windkunst soll erwanderbar sein, auch können Besucher sie mit dem Fahrrad, dem Auto oder per Bahn entdecken. Touren per E-Bike sollen angeboten werden und, als besonderes Extra, Rundflüge über die Ausstellung. Neben den beiden Hauptorten Volkmarsen und Wolfhagen wird ein Teil Bewegter Wind auch in Bad Arolsen und in Kassel zu finden sein.

Zurzeit werden die genauen Standorte für die Exponate gesucht, werden Genehmigungen eingeholt und technische Umsetzungen besprochen. Reta Reinl lobt die vielen Helfer, Handwerker, Unterstützer und Sponsoren, die das Projekt möglich machen.

Eröffnet wird die Ausstellung am 19. August auf der Kugelsburg, zu sehen ist sie bis zum 2. September.

Von Kathrin Lerner

Quelle: HNA

Kommentare