Busbahnhof ohne Barrieren: Fritzlar will Platz neu gestalten

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Die Bahnsteige kommen weg: Der Busbahnhof in Fritzlar soll barrierefrei umgestaltet werden. Die Kosten dafür werden auf eineinhalb Millionen Euro geschätzt.

Fritzlar. Barrierefrei und modern: So soll der Busbahnhof an der Allee in Fritzlar werden. Für 1,5 Millionen Euro soll der Platz umgebaut werden.

Bis zu 80 Prozent der Kosten könnten aus verschiedenen Fördertöpfen stammen, erklärt Bürgermeister Hartmut Spogat. Den Rest würde die Stadt Fritzlar übernehmen.

Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstag den weiteren Planungen zugestimmt. Das soll sich am Busbahnhof ändern:

Die Haltestellen

Bislang halten die Busse an vier Bahnsteigen. Die kommen weg. Stattdessen werden die Haltestellen rund um einen Aufenthaltsplatz in der Mitte angeordnet. Zwei Haltestellen sind für Busse (bis zu zwölf Meter) und zwei für Gelenkbusse (bis zu 15 Meter) gedacht. Dazu gibt es zwei Pausenplätze für Busse. Der Einstieg ist künftig barrierefrei Die Bordsteine sind 21 Zentimeter hoch und damit auf gleicher Höhe wie der Buseinstieg.

Jede Bushaltestelle soll eine vier Meter hohe Überdachung erhalten. Darunter passt dann auch ein Doppeldecker-Bus. Wie Bürgermeister Hartmut Spogat erklärte, werden die ab dem Fahrplanwachsel im Winter auf der Linie 500 von Bad Wildungen nach Kassel eingesetzt. Ebenfalls am Busbahnhof sollen drei Stellplätze für das Anruf-Sammel-Taxi entstehen.

Das Informationssystem

Wer wissen möchte, wann der Bus kommt, kann künftig auf digitale Anzeigetafeln schauen. Dort steht in Echtzeit, wie lange der Bus noch braucht.

Der Aufenthaltsplatz

Mehr Sitzmöglichkeiten und mehr Grünflächen: Das soll der zentrale Aufenthaltsplatz künftig bieten. Die Fahrgäste sollen dort warten und dann direkt in die Busse einsteigen. Das sorge für mehr Sicherheit, sagt Spogat. Die Fahrgäste müssten nicht mehr quer über die Fahrbahn und zwischen den Bussen laufen.

Die Fahrradständer

30 überdachte Fahrradstellplätze soll es künftig am Busbahnhof geben. Die Stadt will der zunehmenden Verbreitung von E-Bikes Rechnung tragen und Ladestationen anbringen. An einigen Stellplätzen gibt es zudem Gepäckboxen. Die Stellplätze sollen über eine App gebucht werden können, kündigte Spogat an. Die Planung wird soweit voran getrieben, dass die Fördermittel rechtzeitig beantragt werden können. Der Bürgermeister hofft, dass nächstes Jahr die Ausbauplanung verabschiedet wird.

Die Stimmen

Das sagen die Stadtverordneten zu den Planungen:

• Michael Schär (CDU) spricht von einer „optischen Aufwertung“ des Busbahnhofs. Die „gelungene Verbindung“ zwischen dem öffentlichen Personennahverkehr und dem Fahrrad sei ein attraktives Angebot für Bewohner der Kernstadt.

• Für Mario Jung (SPD) handelt es sich um eine „gelungene Planung“. Der Busbahnhof würde zum attraktiven Eingang zur Altstadt.

• Wolfgang Holzer (Grüne) erklärte: „Es ist dringend notwendig, dort etwas zu tun.“

Quelle: HNA

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