Naturschützer vermuten, dass die Greifvögel bei der Nahrungssuche auf Gleisen überrascht wurden

Bussarde starben offenbar durch Züge

Greifvogel-Drama: Mehrere tote Mäsuebussarde wurden an der Bahnstrecke bei Wolfershausen gefunden. Foto: nh

Wolfershausen. Insgesamt acht tote Mäusebussarde entdeckten Naturschützer in den vergangenen Wochen an und auf dem Bahndamm in Wolfershausen in Höhe des dortigen Haltepunkts. Darüber hinaus fanden sie zwischen den Gleisen der Main-Weser-Bahn einen überfahrenen Rehbock.

„Das ist ein Greifvogel-Drama, wie ich es bisher noch nicht kannte“, sagte der Felsberger Ortsvertrauensmann für den Vogelschutz Otto Gerhold. Offenbar hätten sich die Greifvögel in der ohnehin nahrungsarmen Jahreszeit über den Tierkadaver hergemacht und seien dann selbst Opfer von Zügen geworden, mutmaßte der städtische Beauftragte, der auch für den Naturschutzbund Unteres Edertal aktiv ist. Wahrscheinlich habe es weitere verletzte Tiere gegeben, die zunächst geflohen und dann eingegangen seien. Solche Tragödien spielten sich bundesweit häufig ab. Denn gerade die großen und schwerfälligen Greifvögel flüchteten oftmals zu spät vor herannahenden Fahrzeugen und kämen auf diese Weise um.

Findern von verletzten Vögeln rät Gerhold, sich umgehend beim örtlichen Ortsvertrauensmann für den Vogelschutz zu melden. Die Namen seien in den jeweiligen Rathäusern zu erfahren. (lgr)

Kontakt: Otto Gerhold, Tel. 0 56 65 / 51 91

Quelle: HNA

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