Parlament erneuert Aufforderung an Verkehrsunternehmen, anderswo zu parken

RKH-Busse sollen raus aus Bachstraße

Wollrode. Jetzt soll es endlich Ruhe geben in der Bachstraße in Wollrode. Das Guxhagener Parlament will es nicht mehr hinnehmen, dass dort der Regionalverkehr Kurhessen zwei seiner Busse Nacht für Nacht abstellt.

Schon lange fühlen sich die Anlieger durch die roten Busse gestört, die bis auf zehn Zentimeter nah an andere geparkte Fahrzeuge oder die Gartenzäune heranrücken und in den frühen Morgenstunden mühsam rangiert werden. Das Piepsen beim Rückwärtsfahren weckt die schlafenden Menschen in den nahen Häusern, und Bauern kommen mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen nur schwer an den Bussen vorbei.

Das alles schilderte am Dienstagabend im Parlament der Gemeindevertreter Klaus-Martin Reinbold, selbst Wollröder. Die Gemeinschaftliste, für die Reinbold im Parlament sitzt, hatte das Thema noch einmal auf die Tagesordnung gebracht. Das, obwohl bereits im Februar 2010 ebenfalls einmütig der Auftrag an den Gemeindevorstand ergangen war, die Situation beim RKH zur Sprache zu bringen und Abhilfe zu schaffen.

Doch: „Die Busse stehen beide immer noch da“, sagte Reinbold. Nur als im vergangenen Winter sehr viel Schnee gelegen habe, seien sie verschwunden gewesen, was zeige: „Es geht auch anders.“

Der GL-Vertreter warnte, dass es eine sehr unübersichtliche Stelle sei, wo die RKH-Busse geparkt werden. Fußgängern, darunter auch viele Kinder, und Radlern werde die Sicht auf den fließenden Verkehr genommen. „Wir sollten nicht warten, bis da was passiert. Die stehen direkt bis an die Einfahr- kante und auch darüber hinweg.“

Martin Graefe nannte es für die CDU-Fraktion einen guten Vorschlag, die Busse am Linienende in Dörnhagen auf dem dortigen Parkplatz vor der Sporthalle abzustellen.

Dort werden bereits seit Jahren mehrere Lastwagen am Abend abgestellt, hatte die GL-Fraktion in ihrem Antrag argumentiert. Martin Graefe schlug vor, Kontakt mit der Gemeinde Fuldabrück aufzunehmen.

Außer mit seinem Kollegen im dortigen Rathaus dort will Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik jetzt auch noch einmal mit dem RKH reden. Bisher sei das ohne Ergebnis gewesen. „Man hat uns Prüfung zugesagt, wir haben nochmal erinnert und wir warten auf die Stellungnahme.“ Slawik versprach, sich nicht mehr vertrösten zu lassen: „Wir werden diesmal nicht nachlassen.“

Bereits im Herbst 2009 hatte der Ortsbeirat Wollrode zum ersten Mal die Situation bemängelt, erinnerte der SPD-Sprecher Reiner Manns in einer launigen Rede. Er verglich die bisherigen Lösungsversuche mit Fehlpässen beim Fußball und sagte: Das ist die dritte Halbzeit. Vielleicht geht der Ball diesmal ins Tor. Die Anlieger der Bachstraße jedenfalls hoffen nun endlich auf ein gutes Ergebnis. (and)

Quelle: HNA

Kommentare