Verein betreibt das Mehrgenerationencafé

Ein Café außer Konkurrenz

Uwe

Schrecksbach. Manche Mühlen mahlen langsam: Das trifft auch auf das Mehrgenerationencafé in Schrecksbach zu. Träger des neuen Treffpunkts im Rotkäppchenhaus ist ein Verein. Gründungsversammlung war im Mai – damals wollte jedoch keiner der 34 Mitglieder den Vorsitz übernehmen. Erst in der dritten Sitzung fand sich ein Freiwilliger. Uwe Heipel soll künftig die Geschicke lenken.

In den Bau des Rotkäppchenhauses waren Zuschüsse geflossen – jedoch nur unter der Voraussetzung, dass ein Mehrgenerationencafé eingerichtet und gemeinnützig betrieben würde. Mittlerweile hat der Verein ein Konzept für die Nutzung entwickelt.

Betreiberin des Cafés ist Martha Petersohn. „Sie teilt die Helfer ein und organisiert die Kuchenspenden“, erklärt der Vorsitzende. In den kommenden Wochen soll der Treffpunkt wohnlicher gestaltet werden: Die Mitglieder planen neue Bilder, eventuell eine Sitzgruppe und eine Kinderecke. Die Öffnungszeiten werden auf den Terminkalender der Großgemeinde abgestimmt sein. „Wir wollen keine Konkurrenz für Gaststätten, Vereinsheime oder Festivitäten sein“, stellt Heipel klar.

Denn die Preise sind niedrig: Eine Tasse Kaffee kostet 50 Cent, ein Stück Kuchen einen Euro. Die Öffnungszeiten sollen viertel- oder halbjährlich bekannt gegeben werden. Ideen, wie man die Räume mit Leben füllt, gibt es genügend: „Wir könnten Leseabende oder Vorträge veranstalten“, sagt der Vorsitzende.

Auch denke man darüber nach, Alzheimer-Patienten für einen Nachmittag einzuladen – um Angehörige zu entlasten. Für Radfahrer könne das Café eine Möglichkeit zur Rast sein. „Wir wollen auch jüngere Leute ansprechen“, erklärt Heipel. Bis jetzt sind die Mitglieder überwiegend älter. „Manchen ist der Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro zu hoch“, vermutet der Vorsitzende. Das Café kann entweder in Verbindung mit dem Dorfgemeinschaftshaus oder separat gemietet werden, und zwar über die Gemeindeverwaltung. (zsr) Foto: Rose

Quelle: HNA

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