Altenzentrum Eben-Ezer

Das Café bringt Leben ins Seniorenheim

Das neue Café am Markt im Altenzentrum Eben-Ezer: Hier können sich Bewohner, Angehörige und Beschäftigte treffen und aufhalten. „Es ist wie an einem richtigen Marktplatz“, sagt Heimleiter Walter Berle (hinten rechts). Das Café steht beim Tag der offenen Tür am Samstag, 26. Oktober, für jedermann zur Besichtigung offen, ebenfalls der Sinnesgarten. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Wer glaubt, ein Seniorenwohnheim sei eine triste und nüchterne Endstation des Lebens, der wird im Altenzentrum Eben-Ezer in Gudensberg eines Besseren belehrt.

Die Einrichtung sprüht nach 17 Monaten Umbau nur so vor Leben. Große, freundliche und modern gestaltete Räume sorgen für Lebensqualität bis ins hohe Alter. „Wir haben das Eben-Ezer auf die Zukunft eingerichtet“, sagt Heimleiter Walter Berle.

Und so präsentiert sich das Haus bereits beim Eintritt offen und einladend. Das entstandene „Cafe am Markt“, in dem Margarita Schimanski unter anderem mit Speisen und Getränken für das Wohl der Gäste sorgt, bietet einen Treffpunkt für die rund 200 Bewohner, Angehörige und die 182 Mitarbeiter. Der im Innenhof neu eingerichtete Sinnesgarten lädt zum Entdecken und Verweilen ein. Neu sind auch die kleine hauseigene Kapelle und ein Pflegebereich mit zwei Wohnzimmern und einer offenen Küche für die Bewohner.

„Hier findet das Leben statt“, betont Berle und weist auf die Möglichkeiten hin, die die neu gestalteten Räume bieten. Die Senioren können nun noch leichter selbst aktiv werden und sich gemeinsam mit anderen dem widmen, was ihnen Spaß und Freude macht: selbst Essen zubereiten, ein wenig Gartenarbeit ausführen oder gemütlich zusammensitzen.

Sie haben sich den Sinnesgarten ausgedacht: Susanna Brüllke (links) und Jutta Wilhelm. Neben den Pflanzen gibt es dort mehrere Klang- und Kunstelemente.

Das „Cafe am Markt“ wird bereits jetzt gerne von den Bewohnern genutzt, um sich beispielsweise am Nachmittag nicht nur zum Kaffee, sondern auch zu einer Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu treffen. Und der Sinnesgarten bietet eine hervorragende Möglichkeit, um sich in geschütztem Rahmen im Freien zu bewegen und die Wahrnehmung zu trainieren. Die großen Bäume mit Wurzeln, die nur wenig Sonnenlicht durchließen, sind dem Konzept von Susanna Brüllke und Jutta Wilhelm gewichen.

Barrierefreier Zugang, mehrere Kunst- und Klangelemente, ein abwechslungsreiches Pflanzenangebot und zahlreiche Sitzgelegenheiten zeichnen den Sinnesgarten aus. Im Zentrum befindet sich ein Quellstein, aus dem Wasser plätschert, und mit einer von Pflanzen umrahmten Terrasse verbindet sich das Cafe mit der Außenanlage. „Wir haben den Sinnesgarten so konzipiert, dass sich Zier- und Nutzgarten miteinander vereinen“, erklären Brüllke und Wilhelm. • Am Freitag, 25. Oktober, werden die neuen Räume im feierlichen Rahmen und mit geladenen Gästen eingeweiht. Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 26. Oktober, können sie von jedermann besichtigt werden. Ab 10 Uhr finden öffentliche Führungen durch die neuen Bereiche statt.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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