Café heißt alle willkommen

Ehrenamtliche Helfer unterstützen Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat

Willkommen: Fremden ein neues Zuhause geben, in dem sie sich nicht fremd fühlen, das ist ein Ziel des Arbeitskreises Willkommen. Am Samstag hatte der Arbeitskreis zu einem Fest und der Eröffnung des Café Willkommen geladen. Von links: Monika Vöge, Vaselin Ivanov, Ivelina Ivanova, Nikolay Ivanov und Bürgermeister Frank Börner, Valentin Todorov, Ursula Voigt, Nadelia Schero, Dorothea Hamacher, Siegrid Prien, Marco Plass, Nexmeyhe Kungulli, Volker Stöhr und Riza Kungulli. Foto: Eberlein

Gudensberg. „Das größte Problem ist meist erstmal die Sprache", das stellt Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner immer wieder fest, wenn Menschen, die eine fremde Muttersprache sprechen nach Deutschland kommen.

Für diese Menschen, die bereits jetzt oder künftig in Gudensberg leben werden, hat sich im März diesen Jahres mit Unterstützung der Stadt der „Arbeitskreis Willkommen" gebildet.

Vor allem um die Überwindung der sprachlichen Probleme von Zugezogenen möchten sich die Mitglieder kümmern. Ehrenamtliche Helfer bieten mehrmals in der Woche im Familienzentrum Quartier die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und bei der Lösung von Problemen und Beantwortung von Fragen zu helfen.

Weitere Flüchtling erwartet 

Rund 200 ausländische Bürger hat die nordhessische Stadt zurzeit, darunter neun Flüchtlinge. „Zwischen 100 und 150 Flüchtlinge werden noch dazu kommen“, sagte Bürgermeister Börner beim Treffen des Arbeitskreises und der Eröffnung des „Café Willkommen“ am Samstagnachmittag. Woher sie kommen, das weiß der Bürgermeister nicht. Aber man müsse sich darauf vorbereiten und die Stadt sei auch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen.

Er ist daher sehr froh, dass es eine ganze Reihe von Bürgern in der Stadt gibt, die sich bereits im Vorfeld engagieren und unter anderem den Arbeitskreis unterstützen. Die Stadt betreibt seit Jahren aktiv den Austausch mit anderen Kulturen, unter anderem mit der polnischen Partnerstadt Jelcz-Laskowice.

Nicht mehr fremd fühlen 

Das Ziel sei es, die Fremden so aufzunehmen, dass sie sich bald nicht mehr fremd fühlen und sich in die Gesellschaft integrieren. Das geht aber nicht ohne die Beherrschung der deutschen Sprache, sagte der Bürgermeister.

Neben dem schon stattfindenden Deutschunterricht und den Sprechstunden an jedem Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag im Quartier, soll demnächst auch eine Art Marktplatz für Gebrauchsgegenstände aufgebaut werden. An einem schwarzen Brett werden Anbieter von beispielsweise Kleidern oder Möbeln einen Zettel aushängen und Suchende eventuell fündig werden können. Der Arbeitskreis sucht also nach Menschen, die ebenfalls helfen wollen und steht jederzeit für Anfragen und Angebote zur Verfügung.

Kontakt und Informationen: Arbeitskreis Willkommen in Gudensberg, Familienzentrum Quartier, Grabenweg 7, Telefon 05603 91695914. Öffnungszeiten: montags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags 16 bis 18 Uhr. 

Von Christl Eberlein

Hinweis:

Aufgrund fremdenfeindlicher und unsachlicher Kommentare beim Thema Flüchtlinge wurde die Kommentarfunktion bei diesem Artikel deaktiviert.

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion