Ab Montag bewirtschaftet Bäcker und Konditor Heinz Leutebrand den Ratskeller

Ein Café ist sein Traum

Zum Wohl: Heinz Leutebrand ist der neue Wirt im Ratskeller in Spangenberg. Der wird am Montag wieder eröffnet. Der Bäcker und Konditor will seine Gäste auch mit Süßem verwöhnen und die Terrasse am Rathaus wieder beleben. Foto: Brückmann

Spangenberg. Der Ratskeller Spangenberg ist ab Montag wieder bewirtschaftet. Der 52-jährige Konditor Heinz Leutebrand will einen Café- und Restaurantbetrieb aufziehen und auch die Rathaus-Terrasse am Markt wieder beleben. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Besitzerwechsel in der von der Stadt verpachteten Gaststätte gegeben.

Zur Zeit finden Einheimische, Pilger vom Elisabethpfad und Touristen am Spangenberger Markt kaum ein gastronomisches Angebot. Lediglich die Bäckerei Staub bietet zu ihren Öffnungszeiten ein kleines Speisenangebot und bewirtschaftet auch einige Tische am Rande des Marktplatzes.

Erst im März 2009 hatte Cosimo Critelli, bis dahin Kellner in den Essestuben Elbersdorf, den Ratskeller wieder eröffnet, aber bereits im September 2009 gab er dieses Geschäft wieder auf. Schon zuvor hatte der Ratskeller eineinhalb Jahre leer gestanden.

Zuletzt waren alle drei Gaststätten am historischen Marktplatz der Liebenbachstadt ohne Bewirtschaftung. Das Hotel-Restaurant Stöhr gleich gegenüber dem Rathaus steht schon lange zum Verkauf. Und auch der Goldene Löwe, ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses gelegen, ist geschlossen.

Ab Montag soll nun wieder Leben einkehren in die gute Stube von Spangenberg. Im Ratskeller warten 50 Plätze auf Gäste, im Nebenraum ist Raum für 80 Personen.

In diesem üben regelmäßig auch die Spangenberger Chöre, in denen Heinz Leutebrand aktiv ist, beim Chorverein als Sänger, beim Männergesangverein ist er sogar stellvertretender Chorleiter. Auch in mehreren anderen Vereinen ist das Spangenberger Urgewächs Leutebrand Mitglied: genügend Gesprächsstoff also für eine Schnuddelrunde mit dem Wirt an der Theke.

Vielleicht auch darüber, dass sich der Bäcker und Konditor nach über 30 Jahren in branchenfremder Arbeit bei B. Braun jetzt seinen beruflichen Lebenstraum verwirklicht. Über 35 Jahre alt sei der Wunsch, einmal ein eigenes Café zu haben, erzählt er.

Es macht mir halt Spaß, was zu zaubern.

Jetzt endlich kann Leutebrand an Backofen und Herd mit Töpfen und Schüsseln, Sahne, Obst, Mehl und Zucker hantieren. Aber auch die Arbeit als Koch traut er sich zu. „Es macht mir halt Spaß, was zu zaubern.“ Eine kleine Speisekarte mit regionalen Produkten soll Deftiges bieten, auch ein Tagesgericht will er anbieten.

Am Montag begrüßt der neue Ratskeller-Wirt seine Gäste ab 17 Uhr mit einem Sekt, ab Dienstag ist täglich von 11 Uhr an geöffnet. Zunächst gönnt sich der Gastwirt, der zwei Mitarbeiterinnen einstellt, keinen Ruhetag.

Quelle: HNA

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