Urlauber in Balhorn: Camper chillen im Schneeregen

Aufbruchstimmung: Gestern fuhren Claudia und Johannes Barth mit ihren Töchtern Friederike (links) und Sophie zurück nach Kaufungen. Die Mädchen drehten vorher noch eine Abschiedsrunde auf ihren Einrädern. Foto: Ricken

Balhorn. Zwischen zwei Regenschauern packen die Barths gut gelaunt Müsli und Milchreis in den Caddy, wickeln die Schlafsäcke ein und bauen das Vorzelt ab: Nach fünf Tagen Campen in Balhorn geht es nach Hause ins gut eine halbe Stunde entfernte Kaufungen.

Am Montag beginnt für Friederike und Sophie wieder die Schule. Auf die Frage, ob sie nicht gefroren haben, lacht Claudia Barth. „Ach was, wir sind wetterfest und abgehärtet.“ Ohne Heizung haben sie sich nachts dick eingepackt.

Barths gehören zu den unerschrockenen Ostercampern, die trotz Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Regen und Schnee in ihrem Wohnwagen ausgeharrt haben. Sie hatten viel Gesellschaft auf dem Platz. „Wir waren über die Ferien komplett ausgebucht“, freut sich der Chef vom Campingplatz Erzeberg, Horst Kleffel. Für ihn ist ganz klar, warum die Wettervorhersagen keinen der Camper abgeschreckt hat: „Wir haben hier ein Hallenbad mit Wellnessabteilung, eine tolle Landschaft und jede Menge Unterhaltungsangebote in der näheren Umgebung.“

Familie Barth hat sich für letzteres nicht interessiert. „Wir haben uns nur ausgeruht und die Einfachheit und Ruhe beim Campen genossen“, sagt Johannes Barth, der in Kaufungen Pfarrer ist. Fernseher und Telefon sind zu Hause geblieben. Gekocht wurde auf einer einzigen Herdplatte. Auf dem Programm standen Lesen, Wandern und Schlafen. Friederike und Sophie, die 11 und 13 Jahre alten Töchter, fanden das völlig in Ordnung. „Wir konnten bei schlechtem Wetter ausgiebig im Schwimmbad chillen.“

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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