Protest für Windkraftanlagen in Bad Zwesten sorgt für Kritik – Alternativen aufzeigen

CDU: Grüne schüren Angst

Bad Zwesten. Nur mit Kopfschütteln und Unverständnis könne man auf die Protestaktion der Grünen für Windkraft in Bad Zwesten reagieren, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Peter Ziegler. Es habe schon eine besondere Qualität von Protest, wenn gegen den mehrheitlichen Bürgerwillen und die überdeutliche parlamentarische Mehrheit protestiert wird.

Statt mitzuhelfen, geeignete Standorte im Verbund mit den anderen Gemeinden des Zweckverbandes Schwalm-Eder-West zu finden, werde aus ideologischen Gründen Angst geschürt, indem man als Folge der parlamentarischen Beschlusslage das Aus für die Klimaschutzziele propagiere, so Ziegler in einer Pressemitteilung.

Dieser Darstellung müsse widersprochen werden. Gerade Bad Zwesten habe sehr viel zum Klimaschutz beigetragen. So seien auf nahezu allen kommunalen Dächern PV-Anlagen installiert worden, die Ökostrom produzieren. Als erste Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis habe man alle öffentlichen Liegenschaften mit regenerativem Strom versorgt, betont Ziegler.

Aus dem Konjunkturprogramm der Regierung habe Bad Zwesten den Großteil der Mittel verwendet, um Klimaschutzziele zu erreichen. Die Kläranlage werde gerade unter besonderer Beachtung der Energievermeidung saniert. Auch betreibe man als Gemeinde selbst eine Holzpellet-Heizung für den Kindergarten Kasseler Straße und den Bauhof, im Bewegungsbad arbeite man sogar mit zwei Blockheizkraftwerken. Die Bürger und die Ortsbeiräte seien aus nachvollziehbaren Gründen gegen den Windkraftstandort gewesen. Zudem habe Bürgermeister Köhler eine vernünftige Alternative in einer anderen Gemeinde gefunden. (may)

Quelle: HNA

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