Idee der CDU:

Zwei Städte, ein Bürgermeister -  Niedensteiner sind skeptisch

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Sollte der Chefposten neu besetzt werden?: Die Niedensteiner CDU schlägt vor, künftig auf einen eigenen hauptamtlichen Bürgermeister zu verzichten und eine Verwaltungseinheit mit der Nachbarstadt Gudensberg zu bilden. Unser Archiv-Bild zeigt das Niedensteiner Rathaus.

Niedenstein/Gudensberg. Der Verzicht von Bürgermeister Werner Lange   (SPD) auf eine erneute Kandidatur hat bei den Niedensteiner Christdemokraten zu Überlegungen geführt, mit der Nachbarstadt Gudensberg eine Verwaltungseinheit zu bilden. Auf die Stelle eines hauptamtlichen Bürgermeisters könne in Niedenstein dann verzichtet werden.

Werner Lange (56) hatte kürzlich angekündigt, dass er nicht erneut kandidieren werde. Seine Amtszeit endet im August 2015. Das könnte der ideale Zeitpunkt sein, über eine Verwaltungseinheit mit Gudensberg nachzudenken, meinen Willi Grunewald und Gunter Finkbeiner von der Niedensteiner CDU. Die Arbeit von Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner (SPD) schätze man, und es gebe schon viele Bereiche, in denen die beiden Städte zusammenarbeiten.

Wie eine Verwaltungseinheit von Niedenstein und Gudensberg aussehen könnte, müsse noch entwickelt werden. Die CDU werde jedenfalls zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag einbringen. In einer gemeinsamen Versammlung von CDU-Stadtverband und -Stadtverordnetenfraktion sei dies am Donnerstag einstimmig beschlossen worden. Die CDU solle ihre Vorschläge präsentieren, dann werde man in den Gremien darüber diskutieren, sagte gestern Niedensteins Erster Stadtrat Robert Bergmann, der zurzeit Bürgermeister Lange vertritt. „Ich werde mich hüten, einen Kommentar dazu abzugeben“, fügte er hinzu.

Die Frage werde in Niedenstein diskutiert, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Harald Kranz. „So kurzfristig ist das aber nicht zu machen. Das müsste längerfristig vorbereitet werden“, Die SPD werde daran festhalten, gemeinsam mit der FWG einen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen.

Auch Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner reagierte zurückhaltend. Es gebe dazu keine Gespräche. Diese Frage betreffe die Souveränität der Stadt Niedenstein. In vielen Bereichen arbeite man bereits gut und erfolgreich mit Niedenstein zusammen. Es spreche nichts dagegen, diese Kooperation auszubauen. Börner: „Ich bin aber davon überzeugt, dass die Eigenständigkeit gut und wichtig ist.“

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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