Zukunftskonferenz: Frühkindliche Betreuung und Bildung weiter voran bringen

Chancen für die Jüngsten

Gemeinsam Ideen entwickeln: Die Teilnehmer der Zukunftskonferenz wollen sich für die Verbesserung von Bildung und Betreuung stark machen. Foto: Rose

Ziegenhain. Mit so genannten Zukunftskonferenzen soll die frühkindliche Bildung und Betreuung bis 2014 verbessert werden. Auch in Schwalmstadt haben sich am Mittwoch Vertreter von Kindertagesstätten, von Schulen, Organisationen, Vereinen und Firmen zu einer solchen Konferenz getroffen. Begleitet werden die Treffen vom bundesweiten Programm „Anschwung für frühe Chancen“ (siehe Hintergrund). In Ziegenhain moderierten die Veranstaltung Monika Kringl und Ute Dithmar. Sie werden das Projekt in den kommenden 12 bis 18 Monaten weiter begleiten.

Zunächst einmal gingen die Teilnehmer der Frage auf den Grund, welche Möglichkeiten bereits vorort vorhanden sind, aber auch, wo die Bedürfnisse von Kindern und Eltern liegen. „Uns ging es darum, heraus zu finden, wer vor Ort mithelfen will, dass auch bildungsbenachteiligte Kinder die Möglichkeit haben, ihr individuellen Fähigkeiten zu entwickeln“, erläuterte die Koordinatorin der Kindertageseinrichtungen in Schwalmstadt Heike Hoch. „Wir wollen einen Austausch über die Institutionsgrenzen hinweg anstoßen“, verdeutlichte Dithmar.

Gemeinsam mit den Teilnehmern hat Heike Hoch Ideen entwickelt, um die Angebote künftig besser zu bündeln. „Derzeit laufen Angebote eher stadtteilbezogen, wir möchten künftig aber auch die Dörfer miteinbeziehen.“ Wichtig sei ihr, dass dieAngebote nicht am Geld scheiterten „Alle Eltern sollen sie sich leisten können. Deshalb brauchen wir Querdenker, aber auch Sponsoren aus der Wirtschaft, die die Projekte finanziell unterstützen.“ Heike Hoch ist sich sicher: „Schwalmstadt hat Potenzial.“

Geeinigt haben sich die Konferenzteilnehmer darauf, miteinander in regem Kontakt zu bleiben. In Gruppen sollen weitere Ideen entwickelt werden. Christina Naß von der Firma Horn und Bauer wird Ansprechpartnerin für das Thema Ferienbetreuung sein, Jugendpfleger Michael Schott wird die Angebote sammeln. Koordinatorin Heike Hoch will die Ergebnisse bald dem Magistrat vorlegen. Denn eines war am Ende der Konferenz klar: Auch die Kommunen und die Wirtschaft müssten beim Thema frühkindliche Förderung in die Pflicht genommen werden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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