Stoße niemals einen Elch aus dem Flugzeug

Chiara Wagner aus Oberelsungen war mit internationalem Landjugendaustausch in Amerika

Oberelsungen/Nebraska. Es ist verboten, lebende Elche aus sich bewegenden Flugzeugen zu stoßen. Es ist nicht gestattet, Cowboystiefel zu tragen, wenn man nicht selbst mindestens zwei Kühe besitzt. Chiara Wagner aus Oberelsungen über ihre Amerika-Reise:

Friseure dürfen zwischen 7 und 19 Uhr keine Zwiebeln essen, und um eine Maus zu fangen, bedarf es einer Jagdlizenz. In den USA gibt es wirklich komische Gesetze.

An einem Morgen wurde ich von einem Cowboy mit Pickup und Pferdetrailer um sechs Uhr abgeholt. Ich bin mit ihm zu einem Branding gefahren. Als wir ankamen, gab es erstmal Frühstück. Ich bin auf der Ladefläche eines Pick up’s mitgefahren. Rund 50 Cowboys zu Pferd haben die ganze Herde in einen Paddock getrieben. Ein paar Reiter sind mit rein geritten, ein paar zu Fuß sind auch rein geklettert und dann fing das Sortieren an. Nachdem die Kühe raus waren, sind fünf bis acht Cowboys im Paddock geblieben und haben die Lassos geschwungen.

Wenn das Kalb an den Hinterbeinen gefangen war, wurde es aus dem Paddock gezerrt. Dann kamen Leute mit Spritze, Brenneisen und Messer. Denn während des Brandings werden die Bullen auch direkt kastriert. An einem anderen Tag war ich mit der Nachbarstochter JayLee ausreiten. Sie konnte kaum glauben, dass wir in Deutschland nur einmal in der Woche Schulsport haben. Hier kann man viele Sportarten wählen.

Von Volleyball, Soccer, Football, Basketball bis Baseball gibt es alles. Auf der Ranch führte sie mir vor, was sie fürs Rodeo können muss. Sie ist zwölf und kann reiten wie Winnetou. Die Kinder hier sind wirklich für den Sattel geboren. „Amis mögen es kalt“ Generell mögen es die Amis seeeeehr kalt. Ein Kühlschrank without icemaker ist ein schlechter Kühlschrank; Ein Haus ohne air condition ist undenkbar und ein Auto ohne Klimaanlage - ich glaube sowas gibt es hier nicht.

Und natürlich ist es dann nicht nur so kühl, dass es angenehm ist, nein, es ist so kalt, dass du denkst, der Winter sei ausgebrochen. Und du ziehst dich warm an. Und du kommst raus und wirst fast von der Hitze erschlagen, zwischen 28 und 38 Grad sind Standard. Die haben hier auch ein sehr europäisches Tier, den Waschbären.

Eine Familie hat einen Waschbär als Hofhund. Sie füttern ihn extra und können ihn streicheln und kuscheln. Er würde wahrscheinlich auch mit ins Haus gehen, wenn es ihm erlaubt werden würde. Als ich von Washbears erzählt habe, schauten mich die Amis verwirrt an. Sie heißen hier nämlich Racoons. Den Leuten hat der Name Washbear aber so gut gefallen, dass sie ihn jetzt nur noch so nennen.

Quelle: HNA

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