Chorvereinigung Röhrenfurth und Gäste erfreuten mit flotten Liedern

Wie in den Bergen: Die Röhrenfurther Alphornbläser

Röhrenfurth. Was für ein Frühlingsbeginn: Beim Liedernachmittag der Chorvereinigung Röhrenfurth hatten die Gastgeber und Gastchöre keinerlei Probleme, die Sonne herbeizusingen. Im Gegenteil.

Den vier Chorgemeinschaften aus Heßlar, Ellenberg und Wolfershausen, Grifte und Röhrenfurth gelang es schon mit den ersten Takten, das Zentralgestirn zu beschwören.

Bei herrlichstem Sonnenschein eröffneten die Röhrenfurther Alphornbläser den Nachmittag mit traditionellen Klängen wie dem Allgäuer Hirtenruf. Zwei Stunden trafen Volksweisen auf Klassik und modernere Kompositionen. Da gab es Mozart genauso wie „La Mer“ von Charles Trenet. Es gab den Finkenwalzer, Glory Halleluja und Die Gedanken sind frei. Eben eine richtig bunte Mischung chorkompatiblen Liedguts.

„Mit unseren Liedernachmittagen, die ungefähr alle zwei Jahre stattfinden, wollen wir die Chorkultur aufrecht halten und uns präsentieren“, sagte Vorsitzender Berthold Weber. Auch und gerade für ältere Jahrgänge würden viel zu wenige Veranstaltungen angeboten, findet Weber

 Und es gibt noch eine Zielgruppe, die Berthold Weber anzusprechen sucht: die Jugend nämlich. „Der Altersdurchschnitt unserer Mitglieder liegt bei 70 Jahren“, sagte Weber. Die Jugend sei für den Chorgesang leider nicht mehr zu begeistern. „Wenn das so bleibt, dann stirbt diese Kultur aus“, ist sich Berthold Weber sicher.

Aber es gibt sie noch, die echten Fans dieser Musik und Bewegung. Anneliese und Gerhardt Salzmann aus Günsterode zum Beispiel. Die beiden sind selber Chorsänger und „wollen hier in Röhrenfurth mal sehen, wo die anderen Chöre im Vergleich zu unserem stehen“, sagte Anneliese Salzmann. Außerdem sei es sehr entspannend, mal als Zuschauer zu einem Liedernachmittag zu gehen. „Sonst sind wir immer als Akteure an solchen Tagen dabei.“

Elisabeth und Georg von Vogt aus Gensungen besuchen Chorkonzerte und -feste häufig. „Früher haben wir auch gesungen, zwanzig Jahre lang“, sagte Elisabeth von Vogt. Und Ehemann Georg ergänzte: „Heute freuen wir uns auf musikalischen Genuss und Geselligkeit.“ Und das bekamen die Eheleute und alle anderen Besucher in Röhrenfurth. (zbg)

Kontakt: Berthold Weber, Tel. 0 56 61/ 5 16 70.

Quelle: HNA

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