Forstämter bieten Verkauf aus speziellen Flächen an

Christbäume aus der Region sind gefragt

Wolfhager Land. Zehn Tage vor Weihnachten steigt in der Region wieder die Nachfrage nach Weihnachtsbäumen. Das Forstamt Wolfhagen bietet auch in diesem Jahr wieder an, die Bäume selbst im Wald zu schlagen. Die erste größere Aktion fand am Wochenende in Breuna statt.

Weihnachtsbäume „aus der Region“, sagt Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen, „erfreuen sich großer Beliebtheit.“ Die Menschen würden gezielt nach Bäumen aus heimischen Wäldern nachfragen, dies spreche auch für ein hohes Natur- und Regionalbewusstsein, sagt Zindel. Bäume, die einen weiten Anfahrtsweg und somit hohen CO2-Verbrauch haben, seien nicht gewollt.

Die Bäume stammen mit Masse aus dem Hessischen Staatswald. Dabei handelt es sich überwiegend um spezielle Weihnachtsbaumflächen oder überzählige Bestände, sagt der Forstamtsleiter. Nur ein ganz geringer Teil der Weihnachtsbäume würden zugekauft. Deswegen müsste auch niemand ein schlechtes Gewissen haben, da die Bäume entweder eigens zum Verkauf angepflanzt wurden oder überzählig seien.

Da es sich bei den Bäumen aus der Region meist um solche von kleineren Flächen mit einem höheren Pflegeaufwand handelt, müssten Kunden beim Kauf allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Für eine Nordmann-Tanne, den absoluten Liebling der Deutschen, in einer Größe von 1,80 bis zwei Meter müsse man zwischen 35 und 45 Euro rechnen. Ebenfalls beliebt sind Blaufichte und Douglasie, letztere auch wegen des angenehmen Duftes nach Orange.

Uwe Zindel sagt zum ungebrochenen Interesse an einem echten Baum: „Man holt sich mit einem Baum aus dem heimischen Wald ein Stück Natur ins Wohnzimmer und schafft dadurch eine einzigartige Weihnachtsatmosphäre in der Wohnung.“

Informationen und Termine: Forstamt Wolfhagen, 05692/98980.

Von Lara Sasse und Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

Kommentare