Dr. Christine Sperlich ist die neue Leiterin an der Borkener Gustav-Heinemann-Schule

Sie ist die Neue, die sich schon gut auskennt: Dr. Christine Sperlich ist die neue Schulleiterin an der Gustav-Heinemann-Schule in Borken. Foto:  Brandau

Nicht nur für viele Schüler, sondern auch für Dr. Christine Sperlich ist der Beginn des neuen Schuljahres der Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Borken. Dr. Christine Sperlich hat sich garantiert schon viele Fragen im Leben gestellt - aber nie die, was sie denn einmal werden wollte. Das war für die 42-Jährige von je her klar, sie stammt aus einer großen Lehrerfamilie. Vater, Mutter, Tanten, Onkel, alle waren sie Lehrer. Nun aber schert Christine Sperlich doch noch ein wenig aus der Familientradition aus, denn sie wurde zur Schulleiterin ernannt. Sie steht seit dem neuen Schuljahr an der Spitze der Borkener Gustav-Heinemann-Schule (GHS).

War gerne Klassenlehrerin

Eine Überraschung ist das in der Schulgemeinde wohl für niemanden, denn die 42-Jährige war bereits in den vergangenen fünf Jahren Mitglied der Schulleitung, zu der neben ihrem Vorgänger Heinz Meier auch zwei Lehrer gehörten. Es sei nie ihr erklärtes Ziel gewesen, dessen Nachfolgerin zu werden - wohl aber eine Perspektive, die sich im Laufe der der Jahre ergeben habe, sagt die 42-Jährige, die die erste Frau an der Spitze der GHS ist.

Doch auch wenn für sie der Wechsel aus dem Klassenzimmer ins Büro des Schulleiters folgerichtig und gut ist, wird ihr doch auch das Unterrichten fehlen: „Ich war einfach richtig gerne Lehrerin, vor allem auch Klassenlehrerin“, sagt sie. Doch mit dem neuen Schuljahr hat sie andere Aufgaben übernommen und neue Ziele gesetzt. Sie steht absolut hinter diesem Modell der Offenen Schule, das Kindern den Druck nehmen und mehr Luft zum eigenständigen Lernen lassen will. „Wir wollen uns vor allem an einem orientieren - an den Bedürfnissen der Kinder.“

Wenn Christine Sperlich „wir“ sagt, dann meint sie die Schulgemeinde. Ein Wort, das sie gerne mag und oft verwendet: „Das Wort Schulgemeinde oder auch Schulgemeinschaft schließt einfach alle ein, die mit unserer Schule verbunden sind - Kinder, Eltern, Lehrer, Hausmeister, Sekretärin.“

Das Bestehende ausbauen

Sie will sie mitnehmen. Nicht, um das Alte, Bisherige auf den Kopf zu stellen, sondern im Gegenteil, um es auszubauen.

So wie das Konzept der Bewegten Schule, das mehr Schwung in die traditionelle „Sitzschule“ bringen soll. Diese Bewegung sei gerade in der Ära nach der digitalen Revolution wichtig, in der Kinder ungezählte Stunden vor Fernseher, Computer, Handy verbringen. „Die Kinder sind heute ganz anders als früher“, sagt Sperlich. „Aber darüber dürfen wir als Schule nicht klagen, wir müssen uns den Veränderungen stellen“, sagt Christine Sperlich. Dazu ist sie bereit.

„Ich hänge an dem Modell der Offenen Schule und ich hänge an dieser Schule“, sagt die 42-Jährige. „Ich will hier das tun, was auch mein Vorgänger getan hat - einfach gute Arbeit leisten.“ (bra)

Quelle: HNA

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