Ostheimer Dorfgeschichte zum Nachlesen – Buch wird an Fronleichnam vorgestellt

Chronik mit vielen Bildern

Fleißig: Hans-Jürgen Röse und Renate Entzeroth haben viel Zeit in die Chronik ihres Heimatortes investiert. Foto: V. Koch

Ostheim. Mit vielen Bildern in Farbe und schwarz-weiß präsentiert sich das Dorf Ostheim in seiner Chronik. Rund 1100 Fotos machen sie nach Angaben von Hans-Jürgen Röse, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Chronik, lebendig und anschaulich.

Sechs Ostheimer haben an dem 600 Seiten starken Buch gearbeitet. Zu ihnen gehören Elke Korn, Stephanie Oesterling, Kornelia Rübenkönig und Eva-Maria Röse. Sie haben zusammen mit Röse und Renate Entzeroth, den beiden Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, das inhaltliche Konzept für die Chronik zur 850-Jahrfeier des Ortes erarbeitet.

Röse und Renate Entzeroth haben innerhalb der letzten vier Jahre Tausende Fotos ausgesucht und bearbeitet. Auch die Texte für die Chronik haben sie in stundenlanger Arbeit zusammengetragen. Wenn man so viel Zeit in etwas investiert, muss man auch Spaß daran haben, darin sind sich die beiden Vorsitzenden der Chronikgruppe einig. „Sonst wird das nichts“, sagt Röse. Er spricht da aus Erfahrung, denn er hat vor einigen Jahren schon die Zusammenstellung der Schulchronik betreut.

Für die Ostheimer Chronik besuchte der Rentner das Staatsarchiv in Marburg, um die Urkunde des Dorfes einzusehen, und das Kirchenarchiv Kassel. Die Chronik setzt allerdings weniger auf Ostheim im Rahmen der großen Welthistorie, erklärt Renate Entzeroth. Zwar gibt es auch ein Kapitel über den Unabhängigkeitskrieg und die beiden Weltkriege, das Hauptaugenmerk liege aber primär auf dem Ostheim der letzten 100 Jahre.

So finden sich in der Chronik überwiegend liebevoll zusammengestellte Informationen über die Häuser des Dorfes und ihre Bewohner, Kirche, Schule, Landwirtschaft, den Ostheimer Wald, den Bau der Autobahn sowie Handel und Gewerbe in Ostheim. Zu dem gehören neben dem Basalt- und Braunkohlenwerk auch die im Gewerbegebiet angesiedelten Firmen. Auch die Vereine und Verbände Ostheims präsentieren sich in der Chronik. „Darunter sind auch Vereine, die es heute gar nicht mehr gibt“, sagt Renate Entzeroth. Gespickt ist die Dorfchronik mit Anekdoten aus dem Dorfalltag.

Als allumfassend dürfe man das Werk über Ostheim nach Angaben der beiden Chronikgruppen-Vorsitzenden allerdings nicht verstehen. „Es ist ein Buch von Laien für Laien“, sagt Renate Entzeroth.

Vorgestellt wird die druckfrische Chronik am Donnerstag, 7. Juni, ab 14.30 Uhr in der Ostheimer Sporthalle. Dort kann eines der 400 Exemplare für 25 Euro erworben werden.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

Kommentare