Stadt bei Befragung des ADFC ein Schlusslicht

Klima fürs Radeln ist in Schwalmstadt schlecht

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Schwalmstadt. Bei einem „Fahrradklimatest“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) landete Schwalmstadt abgeschlagen im hinteren Feld.

Laut Pressemitteilung hatte der ADFC gefragt, wie willkommen Radfahrer in Deutschlands Städten und Dörfern sind. Bundes- und hessenweit seien die Ergebnisse durchwachsen.

In Schwalmstadt nahmen 63 Radler an der Befragung teil. Mit einer Gesamtdurchschnittsnote von 4,13 erreichte das nordhessische Mittelzentrum deutschlandweit Platz 215 von 252 bei den Kommunen unter 100.000 Einwohnern (279 von 332 insgesamt), zwei ganze Noten schlechter als die Siegerstadt Bocholt.

Die Wertung im Fragebogen ist vergleichbar den Schulnoten von 1 bis 6. Hessenweit liegt Schwalmstadt auf Platz 38 von 47 bei den Kommunen unter 100.000 Einwohnern, eine Note schlechter als Mörfelden-Walldorf, die am besten bewertete Kommune in Hessen.

Vergleichsweise gut stehe Schwalmstadt beim Thema Sicherheit da. So haben die Schwalmstädter weniger Angst, dass ihr Rad gestohlen wird als beispielsweise die Radfahrer in größeren Städten. Schlechter sehe es aus bei der allgemeinen Einschätzung des Fahrrad- und Verkehrsklimas im Vergleich mit dem Autoverkehr: Die Radfahrer fühlten sich nicht besonders wohl im Verkehr. Bemängelt wurden auch der schlechte Winterdienst.

Infrastruktur ist schlecht

Ganz schlecht schneide Schwalmstadt im Hinblick auf die Infrastruktur fürs Radfahren ab. Abseits der touristischen Radwege „dürften es die fehlenden Verbindungswege zwischen den 13 Stadtteilen sein, die zu dem schlechten Ergebnis geführt haben“. Bemängelt wird das Fehlen sicherer, durchgängiger Routen für Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule, für Erwachsene auf dem Weg zur Arbeit oder auch zu Geschäften und Behörden. Auch die Stadtzentren selbst seien mit dem Rad nur schlecht zu erreichen, so das Urteil des Radfahrerclubs. (aqu)

Quelle: HNA

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