Comenius-Arbeitsgruppe der Ursulinenschule organisierte mehrere Umweltprojekte

+
Mobiltelefone für den Naturschutz: von links Lehrerin Birgit Anders, Anne Geismar und Tatjana Wenderoth an der Sammelstelle in der Ursulinenschule.

Fritzlar. Gemeinsam CO2 sparen, das war eine der Aufforderungen an die Schulgemeinde, die die Schüler der Comenius-Arbeitsgemeinschaft an der Ursulinenschule in Fritzlar für ihre Aktionswoche gestellt hatten. Die Woche war unter das Motto "Action for change" (Einsatz für den Wandel) gestellt worden und drehte sich um Umweltschutz.

Plakate informierten die Mitschüler, dass für Schüler, die mit einem Auto zur Schule kommen, viermal soviel CO2 ausgestoßen wie bei der Anfahrt mit dem Bus. Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) wird für die Erderwärmung mit verantwortlich gemacht.

Um den unterschiedlichen CO2-Ausstoß zu veranschaulichen, bauten die Schüler leere Ölfässer in zwei Größen im Treffpunkt der Schule auf und informierten über die Kohlendioxid-Bilanzen von tierischen Lebensmitteln. Für die Herstellung von Fleisch sind beträchtliche Mengen an Rohstoffen wie Wasser und Futtermitteln nötig.

Dass es auch ohne Fleisch geht, war die Woche über in der Schulmensa zu erleben, wo es ausschließlich vegetarisches Essen gab. Manche seien zu Beginn sehr skeptisch gewesen, doch dann hätten sich viele mitziehen lassen, sagte Schüler Lukas von Bredow.

Die Frage "Was essen wir eigentlich?" sei vielen wichtiger geworden, meinte Lehrerin Birgit Anders, die zusammen mit Klaus Wefing die Arbeitsgemeinschaft leitet.

Die Schüler machten auch auf die Verschwendung von Kunststoff aufmerksam. Wer wollte, konnte seine leere Einwegflasche abgeben und bekam eine volle Mehrwegflasche geschenkt. Das sollte ein Anreiz sein, Plastikmüll zu vermeiden. Außerdem wurden mehr als 200 alte Handys gesammelt, die in Kooperation mit dem Naturschutzbund recycelt werden und deren Erlös Naturschutzprojekten zugute kommt.

Das Projekt "Action for change" wird von 40 Schülern geplant, organisiert und mit Unterstützung der Englischkurse des ersten Oberstufenjahres umgesetzt. "Wir haben uns überlegt, etwas für die Umwelt zu tun und wollten die ganze Schule einbeziehen", berichtete Laura Kiepe.

In jeder großen Pause gab es informative Filme und ein Quiz, bei dem es Tattoos und selbstgemachte Buttons zu gewinnen gab. "Eine super-tolle Idee" fanden Maren Schmidt und Daniela Bäzol (7G2).

- Vortrag: Donnerstag, 7. März, 9.40 Uhr bis 11.15 Uhr: Pfarrer Helmut Törner-Roos spricht über die globalen Folgen des Fleischkonsums, im Treffpunkt der Ursulinenschule.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

Kommentare