Dominik Schäfer aus Waltersbrück setzte sich im Nachwuchs-Wettbewerb durch

Bei Dachdeckern ganz oben

Er ist hessenweit der Beste: Dachdecker Dominik Schäfer aus Waltersbrück. Foto: Hebeler

Schwalm-Eder. Teamgeist und handwerkliches Können zeichnen Dominik Schäfer aus. Der 19-Jährige aus Waltersbrück hat beim hessenweiten Berufswettbewerb der Dachdecker gewonnen und ist damit der beste Junggeselle im Dachdeckerhandwerk in Hessen. Am 5. und 6. November wird er in Mayen bei Koblenz zum bundesweiten Wettbewerb antreten.

Mit einem Praktikum begann seine Liebe zu dem Beruf. Seine dreijährige Ausbildung hat er dann im Fachbetrieb von Hubert Merz in Schwalmstadt abgeschlossen. „Er ist sehr aufgeweckt und kann gut zuhören“, lobte sein Lehrmeister, der schon viele Jahre Lehrlinge ausbildet und mit deren Ergebnissen bisher schon zufrieden war.

Neben dem guten Schulzeugnis überzeugte ihn auch das Probearbeiten von Dominik Schäfer. Voller Stolz berichtet Merz, dass die Innung ein breites Wissen bestätigt habe, ohnehin kämen nur die besten Gesellen zum Berufswettkampf. Der junge Dachdecker wird zunächst bei ihm weiterarbeiten und er will noch viel mehr lernen, später dann seinen Meister machen.

Am meisten begeisterte sich Schäfer für seinen Beruf, wenn er im Team arbeiten konnte. Rasch das Dach abdecken und vor dem Abend oder vor dem Regen wieder neu eindecken; Hand in Hand arbeiten, das ist sein Ding.

Auch privat, bei Feuerwehr und der DLRG ist er dafür bekannt. Dort hat er es ebenfalls weit gebracht als Atemschutzträger und als einer der wenigen Strömungs-Retter in Nordhessen.

In der Prüfung musste er eine „Biberkehle“ legen, eine Kante auf einem mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckten Dach, wie es zum Beispiel bei Dachgauben vorkommt.

Als Nebenarbeitsprobe sollte er Schieferplatten für die Fassade bearbeiten. Auch die sind ihm nicht fremd, wenngleich sie in seinem Umfeld bisher weniger gebräuchlich waren. Seine bisher größte Baustelle sei die Erich-Kästner Schule in Homberg gewesen. Dort wurde ein Flachdach abgerissen und ein Satteldach aufgebaut, das er wieder mit eindecken durfte. (zeb)

Quelle: HNA

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