Dackel-Mischling Alf sucht neues Herrchen

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Sie suchen dringend nach einem neuen Besitzer für Alf: Sonja Hentschel-Dörr (links) und Silke Bruchhäuser vom Tierschutzverein Homberg Borken.

Homberg/Borken. Trotz einer Chip-Registrierung: Der Tierschutzverein Homberg-Borken fand Besitzer von Dackel-Mischling Alf nicht und sucht jetzt nach einem neuen Herrchen für ihn.

Er sieht strubbelig aus und mag keine Katzen, so kam er zu seinem Namen: Alf. Denn der Hund erinnerte Sonja Hentschel-Dörr vom Tierschutzverein Homberg-Borken an den pelzigen Außerirdischen aus der gleichnamigen Fernsehserie der 80er Jahren.

Wie der kleine, putzmuntere Dackel-Mischling tatsächlich heißt, weiß niemand. Denn Alf wurde vermutlich ausgesetzt oder ist seinem Besitzer ausgebüxt. Mitte März wurde er abgemagert und verängstigt in Singlis eingefangen.

Jetzt suchen Hentschel-Dörr und Silke Bruchhäuser händeringend nach einem neuen Zuhause für Alf. Denn obwohl der Hund einen Mikrochip eingesetzt bekam, der es eigentlich ermöglichen sollte, anhand einer Registrierungsnummer den Besitzer des Hundes ausfindig zu machen, gelang das den Tierschützerinnen nicht. „Wir haben viel versucht“, sagt Hentschel-Dörr. „Doch die Chip-Nummer wurde nirgends registriert.“

Spur am Bodensee verloren 

Die Spur verlor sich letztlich bei einem Tierarzt in Bad Säckingen (Baden-Württemberg). „Er hat die Chip-Nummern nicht notiert und somit sind wir in einer Sackgasse gelandet“, erklärt sie. Selbst über die Gemeindeverwaltung und die Polizei in Bad Seckingen haben sie versucht an Informationen zu kommen. „Sie waren sehr hilfsbereit, doch kamen wir auch dort nicht weiter.“ Auch ein Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook habe keinen Erfolg gebracht. „Niemand scheint Alf zu kennen“, sagt Hentschel-Dörr und streichelt Alf, der es sich neben ihr auf dem Sofa bequem gemacht hat. „Es ist sehr selten, dass so gar keine Reaktion zurückkommt“, betont Bruchhäuser. Das sei ein Indiz dafür, dass der etwa dreijährige Rüde vermutlich ausgesetzt wurde.

„Anfangs war er sehr verängstigt“, erinnert sich Hentschel-Dörr. Doch davon sei mittlerweile nur noch selten etwas zu merken. „Er ist sehr verschmust und wie mein Schatten. Er folgt mir auf Schritt und Tritt.“ Das zeige, dass der Hund es bisher eigentlich gut gehabt haben muss.

Ein treuer Gefährte 

Er habe kein gestörtes Verhältnis zu Menschen und ein gutes Sozialverhalten. Andere Hund mag Alf. Besonders gern spiele er mit Bällen. „Aber er ist noch immer ängstlich und schreckhaft“, sagt sie. Deshalb seien ein älteres Ehepaar oder eine Familie mit größeren Kindern die Wunschpartner für Alf. Ein Wachhund werde aus dem verspielten Hund vermutlich nie werden, sagt sie und lacht. Dafür sei er ein treuer Gefährte. Die Tierschützerinnen hoffen darauf, dass Alf - ähnlich wie der Außerirdische in der Fernsehserie - bald Familienanschluss findet.

• Kontakt: Tierschutzverein Homberg-Borken, 06693/1477

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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