Heinrich und Maria Hesse aus Niedergrenzebach gaben sich im April 1951 das Jawort

Dankbar für viele Jahre

Diamantenes Hochzeitspaar: Maria (77) und Heinrich (79) Hessen aus Niedergrenzebach wollen ihr Ehejubiläum am Samstag mit 50 Verwandten und Freunden feiern. Foto: Rose

Niedergrenzebach. Auf der Kirmes 1947 in Niedergrenzebach fiel Heinrich Hesse ein Armband in die Hände. Die Besitzerin fand er zwar nicht, dafür aber seine zukünftige Frau. Denn er fragte eine junge Frau namens Maria, ob sie die Trägerin gewesen sei. Von da an waren beide unzertrennlich. Im April 1951 gaben sich Maria und Heinrich Hesse das Jawort. Mit einer elf Meter langen Schleppe ging es im Sturmschritt zur Kirche: „Der Fotograf hatte zuhause so lange für die Bilder gebraucht“, erzählt Maria Hesse (77). Heute feiert das Paar Diamantene Hochzeit.

Nach der Trauung zieht Maria mit ihrem Mann ins Haus seiner Eltern am Kottenberg. Noch im selben Jahr freuen sich Hesses über die erste Tochter. 1953 zieht die Familie in eine Wohnung im Ort. Ein Jahr später sind Hesses schon vier: Der Sohn wird geboren. Zwei weitere Mädchen machen 1958 und 1967 die Familie komplett. Heinrich Hesse, der gelernte Schlosser, findet eine Stelle bei den Farbwerken Höchst, danach arbeitet er in der Kistenfabrik in Trutzhain. Auch Maria Hesse verdient für den Lebensunterhalt dazu: Sie geht mit den Bauern aufs Feld und arbeitet unter anderem in einer Strohmattenfabrik. 1958 ziehen Hesses wieder ins Haus der Schwiegereltern. Die hatten sich scheiden lassen. „Meine Schwiegermutter wollte nicht allein im Haus bleiben. Das war für mich kein Problem, wir haben uns gut verstanden“, erzählt Maria Hesse. Viel habe sie sich von ihr abschauen können, besonders die Bewirtschaftung des Gartens.

Begeisterter Bienenzüchter

Heinrich Hesse wechselt zur Firma Freudenberg, arbeitet zunächst an Maschinen, ist später für die Ausbildung zuständig und macht schließlich seinen Werksmeister. In seiner Freizeit züchtet er Bienen. 1989 muss der Niedergrenzebacher krankheitsbedingt in Rente gehen. „Ich habe durch den Beruf Probleme mit den Bronchien“, erzählt Hesse. Heute kann der 79-Jährige nur noch kurze Spaziergänge machen. Reisen, wie früher zur Schwester in die USA, sind nicht mehr möglich. „Das ist schade, aber wir haben viel gesehen“, sagt das Paar.

Maria Hesse pflegt ihren Mann liebevoll. Jeden Mittag kocht sie auch für die Enkelkinder. Eine der Töchter wohnt mit im Haus. Gern geht die 77-Jährige noch zum Seniorentanzen und regelmäßig zur Gymnastik. Hesses sind dankbar, dass sie die Diamantene Hochzeit Seite an Seite erleben können: Am Samstag soll das Ehejubiläum mit der Familie – darunter neun Enkel und sechs Urenkel – und Freunden gefeiert werden. Nach einem Gottesdienst lässt sich die knapp 50-köpfige Gästeschar ein Mittagessen schmecken. Bei Kaffee und Kuchen klingt der Ehrentag gemütlich aus.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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