Beim Jesberger Neujahrsempfang standen die ehrenamtlich Tätigen im Mittelpunkt

Danke an alle, die mithelfen

Beim Jesberger Neujahrsempfang gab es ein Dankeschön an die Feuerwehrmänner: Von links Jörg Klippert (Reptich), Maik Schulz (Reptich), Gemeindebrandinspektor Michael Thiel, Seniorenbeauftragter Günther Postert, Bernd Viernau (Jesberg), Günther Noll (Densberg) Bürgermeister Schlemmer, Reinhold Nickel (stellvertretender GBI), Sven Aubel (Elnrode/Strang), Franz Aubel (Densberg) und Sebastian Möller (Densberg). Foto:  Hebeler

Jesberg. Recht familiär und lokal ging es am Freitag beim Jesberger zum Neujahrsempfang zu: Bürgermeister Günter Schlemmer berichtete über die Ereignisse der vergangenen beiden Jahre. Dabei sprach er den ehrenamtlich Tätigen viel Lob aus.

Besonders den Feuerwehren räumte er in seiner eineinhalbstündigen Rede viel Raum ein. Immerhin kämpfen die Densberger Kameraden 2013 auf internationaler Ebene bei der Feuerwehr-Olympiade in Frankreich mit. Auch Rudi Franz, Ortsvorsteher von Elnrode/Strang fand für sein Engagement zur der Dorferneuerung große Anerkennung.

Windräder bringen Geld

Schlemmer machte aber auch auf Probleme aufmerksam: Ein immer dringlicheres Thema sei in Jesberg der Leerstand vieler Häuser, der zunehmende Altersdurchschnitt auf den Dörfern und der Umstand, dass viele junge Leute aus den Dörfern wegziehen, sagte Schlemmer.

Die neue Buchführung in der Verwaltung, die Doppik, bringe nun alle Grausamkeiten ans Licht, erklärte der Bürgermeister. In den kommenden zwei Jahren müsse die Gemeinde weitere 2,4 Millionen Euro als Kredit aufnehmen. Sie werden unter anderem für den Kanalbau und Straßenbauarbeiten benötigt.

Aber Schlemmer hatte auch Positives zu berichten: Am Prinzessinnengarten werde aller Voraussicht nach eine Fläche für einen Windpark ausgewiesen. Zwar sei der Anblick vielleicht nicht schön, doch werde für ein Windrad stellenweise eine Pacht in Höhe von 40 000 Euro im Jahr bezahlt. Damit könne eine Gemeinde wie Jesberg sehr gut die Haushaltslöcher füllen, wenn ihr die Fläche gehöre.

Günter Schlemmer verwies auf das Projekt zur Nachbarschaftshilfe, das sowohl die politische als auch die kirchliche Gemeinde zusammen organisieren. Pfarrer Michael Dieling hat das Thema „Selbstbestimmt älter werden – und zwar zuhause“ angeregt. In den nächsten Wochen rückt es bei manchen Veranstaltungen in den Mittelpunkt.

Katinka Heinke sorgte zu Beginn des Neujahrsempfangs mit ihrer musikalischen Einlage für Stimmung, die Gäste stärkten sich nach der langen Rede am Büfett der Kellerwaldhalle für den geselligen Ausklang der Veranstaltung.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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