Comedian Ingolf Lück über Vaterdasein und Live-Auftritte

Bad Zwesten. Man hat es nicht leicht als Familienvater. Worin genau die Schwierigkeit besteht, das erklärte Comedian Ingolf Lück am Freitagabend seinem Publikum im Kurhaus Bad Zwesten bis ins kleinste Detail.

In seinem Programm „Lück im Glück“ drehte sich nämlich alles ums Kinderkriegen, Kinderhaben und das, was für die Eltern flach fällt, wenn die Kinder erst mal da sind - vor allem aus der Sicht des glücklichen Vaters.

Neben der Rund-um-die-Uhr-Bespaßung der kleinen „Vollzeitterroristen“, gelte es auch mit den Top-Eltern aus der Vorstadtsiedlung mitzuhalten. Eins sei auf jeden Fall klar: die Rock´n´Roll-Zeit ist vorbei. Die alten Kumpel, die mit Anfang 50 noch immer Single sind, jeden Abend auf die Piste gehen und sich mit Rauchen und Komasaufen die Zeit vertreiben, werden beneidet.

Man hat es eben nicht leicht als Familienvater, aber da versteckten sich in diesem „Zustand“ des Kinderhabens auch Vorteile. Schließlich gebe es Dinge, die man nur dann machen könne, wenn man Kinder dabei hat: Laut grölend eine Tunnelrutsche hinunter sausen zum Beispiel.

Und dann enthüllte Lück noch ein lange gehütetes Geheimnis über seine Nase. Die sei nämlich nicht echt. Von dem Moment an, als er bei der Tante Erna in der „Praline“ die alte Weisheit: „An der Nase eines Mannes erkennt man seinen Johannes“, gelesen habe, habe er überlegt, welche der beiden Operationen schmerzfreier wäre und habe sich für die Nase entschieden.

Das Publikum im Kurhaus lachte viel bei der Show von Lück. Und auch wenn der Saal nur etwa zur Hälfte gefüllt war, herrschte eine gute Stimmung. „Es ist anstrengender, vor 130 Leuten zu spielen, als vor 1500“, sagte Lück nach der Show. „Man kann sich bei einem großen Publikum auf der Bühne besser verstecken. Wenige Zuschauer sehen alles und dann kommt es natürlich darauf an, wie sie reagieren.“

Das Publikum in Bad Zwesten habe viel Spaß gehabt, hatte der Star des Abends beobachtet und war zufrieden mit seinem Auftritt. Noch zweimal stehe er mit dem Programm auf der Bühne. Es sein jedes Mal ein kleiner Abschied, wenn man wisse, dass man ein Stück nur noch wenige Male aufführe.

Am 20. November startet das neue Programm des Comedian. Mit „Ach, Lück mich doch“ will er sich ein Stück weit frei machen von seiner Zeit beim Fernsehen. „Bühne riecht einfach anders und schmeckt anders“, beschrieb er. Wohl fühle er sich aber bis heute sowohl vor der Kamera als auch auf der Bühne.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

Kommentare