Sipperhausen: Guter Zusammenhalt und viel Engagement

Liegt idyllisch auf dem Höhenzug Efze/Eder und Beisetal: Der etwa 400 Hektar große Malsfelder Ortsteil Sipperhausen an der Rhünda hat 200 Einwohner. Sie packen mit an, wenn es darum geht, ihren Ort schöner und lebenswerter zu machen. Fotos: Schippers

Sipperhausen. In Sipperhausen kennt jeder jeden. Die 200 Einwohner des Malsfelder Ortsteils an der Rhünda schätzen genau das. Und dass jeder jedem hilft und alle mit anpacken, wenn es darum geht, etwas für den Ort zu tun.

Derzeit bauen die Einwohner Sipperhausens ein Gemeindehaus. „Etwa 2000 Arbeitsstunden haben die Helfer hier bisher investiert“, schätzt Hans-Joachim Hocke. Gemeinsam mit Uwe Clobes verlegt er Zuleitungskabel für die Außenbeleuchtung.

Beide sind sich einig: Sie wollen in Sipperhausen alt werden. „Es ist ein kleiner ruhiger Ort. Hier lässt es sich schön leben“, schwärmt Hocke. Und auch Ortsvorsteher Harald Ziebarth ist eingefleischter Sipperhäuser. „Ich bin in meinem Leben viel rumgekommen, aber ich würde nie an einem anderen Ort leben wollen“, sagt er.

Und Sipperhausen hat sich in den vergangenen Jahren wirklich rausgeputzt. Der Dorfplatz wurde erneuert, der Ortseingang umgestaltet, ebenso wie die Plätze um die Kirche und die Bushaltestelle herum. Der Kindergarten „Schwalbennest“ wird derzeit ausgebaut.

Vieles davon haben die Sipperhäuser in Eigenleistung umgesetzt. So auch den Schulungsraum im Feuerwehrhaus. Die Gemeinde musste lediglich das Material stellen. Den Rest haben die Einwohner des kleinen Ortes selbst gemacht. Und auch die Pflege der Grünanlagen rund um die Kirche übernehmen die Frauen aus dem Dorf.

Einzig die schlechte Qualität der Straße, die durch den Ort führt, passt nicht ganz ins Bild. Das stört auch Ziebarth. „Vor und nach Sipperhausen ist die Fahrbahn ausgebaut, nur bei uns wird immer wieder geflickt“, beklagt er. Auch die Bürgersteigsanierung stehe noch aus. Aber die solle im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

Sipperhausen ist geprägt durch landwirtschaftliche Gebäude. Allerdings werden viele von ihnen nicht mehr im ursprünglichen Sinn genutzt. Ziebarth erzählt, dass es früher viele landwirtschaftliche Betriebe in Sipperhausen gegeben habe. „Heute sind es nur noch wenige. Viele mussten die Landwirtschaft aufgeben, weil sie davon nicht mehr leben konnten und arbeiten jetzt in der Industrie“.

Fotos aus Sippershausen

Eindrücke aus Sipperhausen

Eine Kneipe und einen Lebensmittelladen gibt es nicht mehr. Aber die Sipperhäuser seien trotzdem immer gut versorgt, sagt Ziebarth, denn Backwaren und andere Lebensmittel würden von fahrenden Händlern ausgeliefert. „Da können wir einfach bestellen, was wir brauchen und bekommen es direkt an die Haustür geliefert.“

Was die Zukunft von Sipperhausen anbelangt, ist Ziebarth optimistisch: „Natürlich wandern auch hier junge Menschen ab, aber es kommen auch immer wieder welche hinzu“, sagt der Ortsvorsteher. Besonders Menschen, die Ruhe und Gemeinschaft suchten, seien in Sipperhausen gut aufgehoben.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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