Stadt Borken und Firma OR Network bauen Internet per Richtfunk aus

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Beim Vertragsschluss: (von links) Erster Stadtrat Friedhelm Knigge , Bürgermeister Bernd Heßler , Oliver Reitz, Matthias Stöffler (beide OR Network), (hinten) Stadtplaner Christoph Bachmann und Jörg Gisselmann (Eon-Mitte in Borken).

Borken. In einigen Stadtteilen von Borken stehen die Einwohner zwar nicht auf der langen Leitung, hängen aber an einer langsamen – jedenfalls was das Internet angeht. Die Stadt Borken will jetzt in Zusammenarbeit mit der Firma OR Network für Abhilfe sorgen.

Jetzt wurde im Rathaus ein Vertrag zwischen der Stadt und der Firma abgeschlossen. Bis spätestens zum 31. Oktober sollen neun Stadtteile von OR Network per Richtfunk mit schnellem Internet versorgt werden.

Hintergrund ist ein Pilotprojekt des Landes mit Melsungen und Borken, erläuterte Bürgermeister Bernd Heßler. An das Richtfunknetz sollen folgende Stadtteile angebunden werden: Dillich, Freudenthal, Großenenglis, Haarhausen, Kerstenhausen, Lendorf, Nassenerfurth, Pfaffenhausen und Stolzenbach.

Für den Ausbau gibt es einen Zuschuss an die Firma von Stadt und Land. Damit soll eine Deckungslücke in der Kalkulation der Firma geschlossen werden. Laut Vertrag sind es 66.500 Euro, davon trägt die Stadt 60 Prozent. Das entspricht 39.900 Euro.

Von einem zentralen Punkt in der Kernstadt wird das Signal ausgesendet, erläuterte Oliver Reitz von OR Network. In den Dörfern wird es einen Umsetzer geben, der die Signale auffängt und sendet.

Die Strahlenbelastung sei gering, denn: „Es handelt sich nicht um Mobilfunk.“ An den Häusern der Kunden müssten dann kleine Empfänger-/Sendekästchen angebracht werden. So kommt das Internet ins Haus.

OR Network verspricht Datenraten von 2 bis 16 Megabit. Ermöglicht werde das dadurch, dass Eon die Glasfaserkabel bis nach Borken anbiete. Später sei auch an eine Kabelanbindung der Ortsteile gedacht.

Die Borkener Stadtteile, die nicht an den Richtfunk angeschlossen werden, verfügten bereits jetzt über schnelle Internetangebote mit 2 MBit und mehr, sagte Heßler. Die Stadt habe ihre Hausaufgaben gemacht, wenn die Grundversorgung garantiert werde.

Die Tarife des Richtfunkanbieters für Privatkunden liegen zwischen zwölf und 49 Euro. Geschäftstarife sind zwischen 119 und 249 Euro veranschlagt. www.widsl.de

Quelle: HNA

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