Die Vögel, die ursprünglich aus Afrika stammen, sollen bald bejagt werden können

Debatte über Jagd auf Nilgänse

Sind mittlerweile auch im Wolfhager Land heimisch: Nilgänse. Archivfoto: Welch

Wolfhager Land. Sie sind mittlerweile auch im Wolfhager Land ansässig und vermehren sich: Nilgänse. Hessens Jäger können allerdings bald die Nilgänse ins Visier nehmen. Das sieht jedenfalls ein Gesetzentwurf von CDU und FDP im Landtag zur Änderung des Jagdgesetzes vor.

In Wolfhagen kommen Nilgänse am Glockenborn bei Bründersen und in den Bruchwiesen vor. Dort haben sie auch schon ihre Brut aufgezogen.

Der Oberelsunger Ornithologe Otto Reinhard sagt, dass es sich bei den Nilgänsen um Einwanderer handelt. Die Gänse stammen ursprünglich aus Afrika. Sie seien durchaus aggressiv gegenüber anderen Wasservögeln und verdrängten einige von ihnen auch.

Ob allerdings der Abschuss der Nilgänse der richtige Weg sei, sei die Frage. Zumal gerade für den Glockenborn die Verpflichtung eingegangen worden sei, nicht zu jagen. Reinhard, der sich im Naturschutzbund Deutschland (NABU) engagiert, meint, nun müssten sich die Naturschützer und Vogelexperten erst einmal diesbezüglich besprechen.

In Hessen sollen die Vögel künftig vom 1. September bis 15. Januar geschossen werden dürfen - die Jagd solle den Bestand gegenüber heimischen Tierarten in Grenzen halten, so das Umweltministerium in Wiesbaden. (awe)

Quelle: HNA

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