Dr. Gerlach würdigt Flüchtlingsarbeit von Pfarrern und ökumenischem Arbeitskreis

Dekan dankt allen Helfern

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Die Pommernanlage in Wolfhagen: Milana Bezr, Flüchtling aus Damaskus/Syrien, mit ihren Kindern Rosali und Vikan vor der Asylbewerberunterkunft im August. Die Flüchtlinge, die dort untergebracht sind, kommen zum Großteil aus dem ehemaligen Jugoslawien, Syrien und Somalia.

Wolfhagen. In einer besonderen Erklärung hat sich Dekan Dr. Gernot Gerlach bei den Pfarrern des Kirchenkreises und den Mitgliedern des ökumenischen Arbeitskreises für die Flüchtlingsarbeit bedankt.

Der Arbeitskreis ist ein kirchlich-diakonisches Projekt und engagiert sich seit Ende vergangenen Jahres in der Region in vielerlei Hinsicht. So ergänzen die Mitglieder beispielsweise die Flüchtlingsarbeit des Landkreises in der Gasterfelder Pommernanlage. Derzeit leben in einem Mannschaftsgebäude der ehemaligen Kaserne 95 Asylbewerber, weitere 95 sollen im Dezember dazukommen.

Auch die Unterstützungen der Kirchengemeinden und die Arbeit des Landkreises seien bei dieser Arbeit eine wichtige Hilfe, betont Dr. Gerlach in seiner Danksagung. Anlass für sein Schreiben war das Unglück vor der italienischen Insel Lampedusa vor genau einem Monat. „Eine notwendige Neuausrichtung der Politik ist dringend geboten“, betont der Dekan und verweist darauf, dass die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union den 3. November zum offiziellen Trauertag für die Opfer der Flüchtlingstragödie von Lampedusa erklärt haben.

Der gesamte Kontinent sei dazu aufgerufen, seine Solidarität mit den Angehörigen der Toten zu zeigen, hieß es in einer Mitteilung der Staatengemeinschaft. Der Gedenktag solle auch dazu genutzt werden, „dauerhafte Lösungen für das anhaltende Problem zu finden, das zum Verlust von jungen Menschen aus Afrika führt, ohne die der Kontinent keine Zukunft aufbauen kann“, so die Afrikanische Union.

Dekan Dr. Gerlach hofft, dass angesichts neuer Herausforderungen weiterhin in konstruktiver Zusammenarbeit Verbesserungen und Lösungen gefunden werden. (gü/esb)

Quelle: HNA

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