Dekan-Nachfolge bis zum Jahresende klären

Melsungen. Sie hoffe, dass der Kirchenkreis Melsungen Ende dieses Jahres einen neuen Dekan oder eine neue Dekanin haben werde. Das hat Pröpstin Sabine Kropf-Brandau vor dem Melsunger Kreissynode erklärt.

Im Herbst werde der Findungsausschuss erstmals zusammentreten. Danach werde ein Profil erarbeitet.

Rudolf Schulze hatte seinen Dienst als Dekan des Kirchenkreises Melsungen am 1. Juni 1989 angetreten. Unter dem Wort des Predigers Salomo „Alles hat seine Zeit” zeichnete er vor den Synodalen Entwicklungen nach, die etwas von der Vitalität dieses Kirchenkreises widerspiegeln.

Viele Veränderungen

Schulze erwähnte unter anderem die Professionalisierung der Jugendarbeit, die Gründung des Diakonischen Werkes im Schwalm-Eder-Kreis, die neue Diakoniestation, mehr Kompetenzen für den Kirchenkreis, die Zunahme des Spendenaufkommens, den Landeskirchentag 2000 in Melsungen und die Aktion “15.000 Bibeln für die Region und eine Bibel für 1000 Schüler”.

Angesichts der Innovationsfähigkeit des Kirchenkreises Melsungen musste es nach den Worten des Dekans wie ein Schlag in die Magengrube empfunden werden, als im Jahre 2001 der landeskirchliche Strukturausschuss vorgeschlagen habe, den Kirchenkreis Melsungen aufzulösen. Der Dekanssitz sollte aus dem wirtschaftlich prosperierenden Mittelzentrum Melsungen nach Homberg verlegt werden, sagte Schulze. Dabei sei übersehen worden, dass der Anteil Melsungens am neuen Kirchenkreis deutlich größer gewesen wäre als der verbleibende Anteil des Kirchenkreises Homberg.

Schulze erinnerte an die Widerstände und an die für ihn eindrücklichste Synode seiner Dienstzeit am 29. Januar 2003. Er selbst habe kein Wort gesagt. Nach einer sachlichen Diskussion sei das Grundsatzpapier „Vertraute Heimat Kirche” verabschiedet worden. Damit sei die Auflösung des Kirchenkreises Melsungen abgelehnt und die erfolgreiche Arbeit der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises endrucksvoll dokumentiert worden.

Unterstützung für Gemeinden

Der Kirchenkreis, so der Dekan in seinen Dankesworten, habe sich nie nur als Dachorganisation von über 40 Kirchengemeinden verstanden, sondern immer auch als Kirche in der Region, die in die Öffentlichkeit hineinwirke und die Einzelgemeinden unterstütze. Immer wieder habe sich der Kirchenkreis als eine Solidargemeinschaft mit einem beachtlichen Innovationspotential bewiesen.

Dankbar sei er unter anderem für die Unterstützung durch die vielen Kirchensteuerzahler, die große Spendenbereitschaft, die oft ungenannten Eigenleistungen und uneigennützigen Dienste der Gemeindeglieder. Er möchte den Weg des Kirchenkreises künftig als Gemeindeglied gern weiter mitgehen”, erklärte Schulze. (m.s.)

Quelle: HNA

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