Synode Homberg beschäftigte sich mit Zusammenlegung der Kirchenkreise

Zusammenlegung der Kirchenkreise - Dekan: Stelle soll besetzt werden

Fritzlar-Homberg. Diese Nachricht ließ die Synode des Kirchenkreises Homberg am Samstag aufhorchen: Bischof Dr. Martin Hein beabsichtige, die Dekanstelle in Homberg wieder zu besetzen, berichtete Sabine Tümmler.

Die Pfarrerin bekleidet das Amt derzeit kommissarisch. Die Kirchenkreise Homberg und Fritzlar sollen bis spätestens 2015 eine Einheit bilden. Die Zahl der Mitglieder geht allgemein zurück, und auch die Kirche sieht die Notwendigkeit zu sparen. Der Rat der Landeskirche hatte daher 2009 eine Neuordnung der Kirchenkreise gefordert.

Somit gibt es zwar eine zeitliche Vorgabe, das Bündnis im Schwalm-Eder-Kreis solle aber gründlich und solide aufgebaut werden, sagte Sabine Tümmler gegenüber der HNA. Daher solle die Dekanstelle wieder besetzt werden.

Intensiv wurde am Samstag vom Homberger Kirchenparlament diskutiert, was dies bedeute. Einigkeit bestand aber darin, das der Reformprozess ohne Verzögerungen fortgesetzt werden sollte.

In den bisherigen Verhandlungen sind zwar erste Ergebnisse erzielt worden, viele Fragen aber noch offen. Beispielsweise ist nicht klar, wie sich die Synode, das Kirchenparlament, künftig zusammensetzen wird. Das Gremium aus Pfarrern und Laien dürfe nicht zu groß sein, sonst sei es kaum arbeitsfähig, sagte Sabine Tümmler. „Andererseits muss das demokratische Prinzip aber erhalten bleiben. Die Basis muss vertreten sein“, sagt sie. Weiter sind die Verhandlungspartner bereits in anderen Punkten: Das gemeinsame Kirchenkreisamt, die Verwaltungsstelle, sollte seinen Sitz in Homberg haben. Für eine Übergangszeit könnten Sprechzeiten in Fritzlar angeboten werden.

Der Rat der Landeskirche soll gebeten werden, als Dekanstelle eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Fritzlar festzulegen. Der Dekan eines gemeinsamen Kirchenkreises sollte aber auch einen Predigtauftrag in der Kirchengemeinde Homberg sowie Sitz und Stimme im Kirchenvorstand Homberg erhalten.

Über Personal sei bisher noch nicht gesprochen worden, ein Ziel sei aber, keine bewährten Strukturen zu zerschlagen. Tümmler: „Es soll keine Entlassungen geben.“

In einigen Standortfragen gebe es bereits gemeinsame Positionen, berichtete die kommissarische Dekanin. Die Fritzlarer Tafel, der Diakonieladen, das Büro des Müttergenesungswerkes und die Bezirkskantorei sollen ihren Sitz in Fritzlar behalten. Die Homberger Tafel, die Kleiderkammer und die Bezirkskantorei sollen in der Kreisstadt angesiedelt bleiben.

Die Synode des Kirchenkreises Homberg habe die bisherigen Verhandlungsergebnisse begrüßt, im Frühjahr 2011 sollten weitere Ergebnisse vorgelegt werden, berichtete Sabine Tümmler. (hro)

Quelle: HNA

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