Deutlich weniger Straftaten im Schwalm-Eder-Kreis - Polizei hat 6754 Delikte erfasst

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis gab es im vergangenen Jahr so wenig Straftaten wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Polizeidirektion Schwalm-Eder hat 2015 6754 Delikte erfasst. Das sind 782 Fälle weniger als noch im Jahr 2014. „Wir haben Grund, auf die Entwicklung stolz zu sein“, sagte Hubertus Hannappel bei der Vorstellung der Zahlen am Donnerstag in Homberg.

„Wir haben das Kernziel, die Fallzahlen zu senken und die Aufklärungsquote zu steigern, erreicht“, erklärte der Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Die Aufklärungsquote betrug im abgelaufenen Jahr 60,8 Prozent. Im Jahr 2014 war sie erstmals seit 2007 mit 58,2 Prozent unter die 60-Prozent-Marke gesunken. Mit der verbesserten Aufklärungsquote steht die Polizeidirektion Schwalm-Eder im Vergleich gut da. Hessenweit wurden im vergangenen Jahr 59,5 Prozent aller Straftaten aufgeklärt, innerhalb es Polizeipräsidiums Nordhessen waren es 57,2 Prozent.

Das Gros der Straftaten machten im vergangenen Jahr Diebstähle aus (34,4 Prozent) Insgesamt 2326 Delikte hat die Polizei im Landkreis erfasst. Das sind 556 weniger als im Jahr zuvor. „Die Wohnungseinbrüche bleiben weiter unser Sorgenkind“, sagte Hannappel. Im vergangenen Jahr wurden 224 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche registriert. 2014 waren es 197.

Besonders ins Gewicht fielen zwei Serien: Zum einen wurden in Homberg mehrere Firmen und Geschäfte zum Ziel von Einbrechern. Mehr als 60 Taten gingen auf das Konto der inzwischen gefassten Täter. Bei der zweiten Serie hat ein 53-Jähriger aus Kassel über mehrere Jahr immer wieder Einbrüche verübt. Die Polizei hat allein 18 Fälle in Melsungen und einen in Guxhagen verzeichnet. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen beträgt nach Angaben der Polizei 27,2 Prozent.

3218 Verdächtige wurden ermittelt

Die Polizeidirektion Schwalm-Eder hat im vergangenen Jahr 3218 Tatverdächtige ermittelt. ImJahr zuvor waren es 3224. Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger betrug im Jahr 2015 17,7Prozent. Das entspricht einer leichten Steigerung im Vergleich zum Jahr zuvor. Damals waren es 16,5 Prozent. Eine Differenzierung nach Herkunftsländern ist für 2015 nicht erfolgt. „Durch den Zuzug von Flüchtlingen haben wir keine nennenswerte Steigerung der Krimininalität“, sagte Hubertus Hannappel. Erst für 2016 gebe es belastbare Zahlen. Denn erst seit Januar wird genau erfasst, welche Aufenthaltsstatus ausländische Tatverdächtige haben.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

Kommentare