Der Deutsch-Rocker Wolf Maahn gab ein stimmungsvolles Konzert im Spiegelzelt

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Mal heiter, mal ernst: Der Deutsch-Rocker Wolf Maahn bei seinem Konzert im Wolfhager Spiegelzelt. Foto: Kostudis

Wolfhagen. Ein paar Plätze im Wolfhager Spiegelzelt waren frei geblieben, doch den Protagonisten störte das wenig: „Es wird langsam richtig gemütlich“, sagte Wolf Maahn bereits zu Beginn seines Solo-Konzerts, für das er diverse Klassiker, aber auch neue Stücke im Gepäck hatte.

Der Auftakt des Programms war dabei von unfreiwilliger Komik geprägt: Exakt beim Schlussakkord des ersten Titels „Treibsand“ riss Maahn eine Gitarrensaite. Und auch als das Instrument vom Techniker wieder hergerichtet war, musste der Deutsch-Rocker mehrere Male mitten im Lied abbrechen, um nachzustimmen. „Diese Gitarre ist einfach eine Diva“, nahm es Maahn mit Humor.

Der 59-jährige gebürtige Berliner präsentierte sich während seines Programms stimmlich souverän und bestens gelaunt - und brachte das Publikum mit sympathischen Ansagen immer wieder zum Schmunzeln. Den Regen, der bei „Total verliebt in dich“ auf das Zeltdach prasselte, kommentierte Maahn so: „Das klingt schön. Kann einer den Regen lauter machen?“

Zu den Höhepunkten zählte zudem der dynamisch vorgetragenen Evergreen „Rosen im Asphalt“, den Maahn mit den Worten „Ich komme im Auftrag von Dr. Rhythm and Blues“ ankündigte. Auch bei „Irgendwo in Deutschland“ und dem zu „Knockin’ on Heaven’s Door“ umfunktionierten „Blinder Passagier“ sang das Publikum kräftig mit.

Maahn, der als Linkshänder seine Gitarre seiten- und saitenverkehrt spielt, überraschte mit teils sehr anspruchsvollem Spiel. So präsentierte er „Durch alle Zeiten“ als Fingerstyle-Stück, bei dem er nicht nur Gitarre spielte, sondern gleichzeitig mit der rechten Hand auf dem Korpus einen Rhythmus erzeugte.

Dass sich zwischendurch ein Mikrofonkabel löste, nahm Maahn gelassen: „Gut, dass wir heute keine Live-Aufnahme machen“, scherzte er.

Nach anderthalb Stunden ging der Musiker von der Bühne - um unter Beifall mit Nadine Fingerhut für ein Duett zurückzukehren. Die Sängerin aus Korbach hatte als „Vorgruppe“ ihre luftigen Gitarrensongs vorgestellt und sang nun mit Maahn gemeinsam „Freie Welt“.

Schließlich verabschiedete Maahn sein Publikum nach einem Konzert, das mal heiter, mal ernst und nachdenklich, aber stets gemütlich war.

Von Anton Kostudis

Quelle: HNA

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