Über 400 Jungen und Mädchen erhalten hochwertige Förderung

Deutschlehrer gehen in die Kindergärten

Schwalm-Eder. Im Schulamtsbezirk profitieren immer mehr Mädchen und Jungen von Kursen für Vorschul- und junge Grundschulkinder. Seit zehn Jahren gibt es dieses Angebot in Hessen.

Speziell ausgebildete Lehrer unterrichten dabei Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen und zwar schon ab dem Jahr vor ihrer Einschulung.

Am besten funktioniert das, wenn die Pädagogen in die Kindergärten kommen, sagt Heike Hoch, in Schwalmstadt zuständig für Fragen und Beratung zu allen pädagogischen Einrichtungen wie Kindergärten und Horte. Das Angebot schätzt sie als sehr wichtig ein. Es werde von den Eltern zu fast 100 Prozent angenommen, wenn es in flexiblen Gruppen im Betreuungsalltag stattfindet. Entsprechend gut seien die Erfolge.

Weniger effektiv ist nach Beobachtung der Erzieherin die Praxis, den vorschulischen Unterricht in den Schulen zu halten - denn dabei sei die Akzeptanz der Eltern geringer. Immer noch am besten ist es für Kinder, die nicht gut Deutsch sprechen, sehr frühzeitig in den Kindergarten zu gehen, unterstrich Heike Hoch.

Dabei haben Schüler im Landkreis immer häufiger massive Probleme mit der deutschen Sprache, beobachtet Ute Moldenhauer vom Schulamt Schwalm-Eder/Waldeck-Frankenberg in Fritzlar. Mit aktuell 428 Mädchen und Jungen befinden sich auf Bezirksebene 80 Kinder mehr in den Vorlaufkursen als in den Vorjahren.

Ute Moldenhauer, selbst Schulleiterin in Korbach: „Das verdeutlicht, dass der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ansteigt.“

Kinder aus Krisenländern

Eine große Herausforderung stelle es darüber hinaus dar, dass die Zahl der Kinder, die überhaupt kein Deutsch sprechen, stark ansteige. Dabei handele es sich zum Beispiel um unbegleitete Jugendliche aus Krisenländern.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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