Deutschrock-Band aus Spangenberg feiert fünfjähriges Bestehen

Noradrenalin in ihrem Probenraum: von links Philipp Kern, Paul Matthews, Christian Lüdtke, Andreas Ohler und Niko Gautsche. Foto: Thiele

Spangenberg. Rockmusik mit deutschen Texten, die gesellschaftskritisch sind - dafür stehen die fünf Jungs von Noradrenalin.

Die Band aus Spangenberg gibt es seit fünf Jahren und feiert dies mit einem Konzert am Samstag, 19. November. „Wir versuchen immer, uns weiterzuentwickeln, bleiben unserem Stil aber trotzdem treu“, sagt Andreas Ohler, der die Songtexte schreibt und überwiegend für die Kompositionen verantwortlich ist.

Name und Proben

Den Namen legten sie direkt am Anfang fest. „Noradrenalin ist das Angriffshormon, es schüttet Energie aus und gibt Power“, erzählt Ohler. Die fünf Musiker proben nach Möglichkeit ein Mal in der Woche - „es ist nicht einfach, alle unter einen Hut zu bekommen.“ Die Gemeinde stellt ihnen einen Raum im Dorfgemeinschaftshaus Pfieffe zur Verfügung. „Den haben wir in Eigenregie ausgebaut“, berichtet Ohler.

Die Band

Vor etwa elf Jahren hat Andreas zusammen mit Christian Lüdtke angefangen, in der Gartenhütte der Eltern Musik zu machen. „Die ersten Texte waren total kindisch“, gibt Ohler zu. Mit Philipp Kern und Paul Matthews hatte er eine Cover-Rockband, „aber etwas besonderes wird es erst mit eigener Musik.“

Das Wichtigste für die fünf ist, dass sie sich mit ihrer Musik identifizieren können. „Wir sind zusammengewachsen“, sagt Lüdtke.

Musik

Die selbst geschriebenen Texte behandeln alle Themen des Lebens. Sie sind meist gesellschaftskritisch und immer ernst gemeint. Dabei möchte die Band keine Partei ergreifen, sondern „die Zuhörer zum Nachdenken anregen, damit sie sich ihre eigene Meinung bilden.“

Im Song „Schweiß und Blut“, auch der Titel ihres Albums, verarbeite Ohler die Erfahrungen seiner harten Berufsausbildung im Metallbau. Die Texte seien allerdings immer jugendfrei und nicht gewaltverherrlichend: „Wir wollen junge Leute mit unserer Musik erreichen.“

Die Musiker spielen Deutschrock, gemixt mit den Vorlieben des einzelnen. „Unsere Musik gefällt nicht jedem“, gibt Lüdtke zu.

Konzerte

Noradrenalin spielen etwa fünf bis sieben Konzerten im Jahr, in Melsungen waren sie beispielsweise auf dem Nikorock. „Wir wollen in der Region die Fühler ausstrecken“, sagen die fünf Spangenberger. 2014 sind sie mit einem Reisebus voll Fans nach Paderborn zu einem Band-Contest gefahren. Das war eines ihrer größten Konzerte.

Inzwischen verkauft Noradrenalin Fanartikel wie Mützen, Pullover und CDs. Kontaktieren kann man sie über die Facebook-Seite. „Der Bekanntheitsgrad wächst durch Konzerte“, sagt Lüdtke. Zu ihrem Lied „Kleider machen Leute“ haben sie ein Musikvideo gedreht, das man auf Youtube findet.

Bandjubiläum

Am Samstag, 19. November, veranstaltet Noradrenalin eine große Rock-Nacht in der TSV-Halle Spangenberg-Pfieffe. Ab 19.30 Uhr sind sie zusammen mit den Bands Tonloch aus Homberg und Straight Old aus Rotenburg zu sehen und zu hören. Noradrenalin ist Hauptact.

Der Eintritt kostet fünf Euro. Weitere Informationen unter www.mega-rocknacht.de

Zur Band

Die Spangenberger Band Noradrenalin besteht aus fünf Bandmitgliedern:

• Niko Gautsche (38), Bass, Gartenbauer,

• Philipp Kern (27), Gitarre/Gesang, Architektur-Student,

• Paul Matthews (26), Schlagzeug, Student Englisch/Geschichte,

• Christian Lüdtke (29), Gesang, Straßenbauer und

• Andreas Ohler (30), Gitarre/Gesang, Lagerist.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare