Ärztehaus wird um drei Praxen erweitert: Richtfest ist noch vor Weihnachten geplant

Die Diagnose ist positiv

Alles im Blick: Architekt Jochen Gontermann hat während der gesamten Bauphase ein Büro auf der Baustelle des neuen Ärztehauses. Von dort aus blickt er auf den neuen Anbau. Foto: Yüce

Homberg. Bauarbeiter setzen Stein auf Stein. Der Grundriss für den Anbau des Ärztehauses in Homberg ist bereits zu erkennen. Doch wer die Baustelle gleich hinter dem vor wenigen Monaten eröffneten Ärztehaus sieht, wird sicher nicht auf den Gedanken kommen, dass schon in der nächsten Woche Richtfest gefeiert werden könnte. Doch genau das ist das ehrgeizige Ziel von Architekt Jochen Gontermann.

„Wenn das Wetter mitspielt, klappt es mit dem Richtfest vor Weihnachten“, sagt er. Das Erdgeschoss werde derzeit massiv gebaut und das erste Obergeschoss entstehe zeitgleich in der Halle einer Zimmerei. „Sobald das Erdgeschoss fertig ist, wird das Obergeschoss draufgesetzt“, sagt Gontermann und erklärt: „Das war der einzige und beste Weg, um so schnell voranzukommen.“ Deshalb könne man dem Anbau jetzt quasi auch einen positiven Befund ausstellen.

Einzug im April

Ziel sei es, dass die ersten Mieter bereits Anfang April in die Praxisräume einziehen. Wenn alles fertig ist, werde man die unterschiedlichen Baustile des kubusartigen Anbaus nicht erkennen können. Das Obergeschoss des ehemaligen Amtsgerichts soll bis dahin auch fertig sein. Auch dort laufen Bauarbeiten. „Wir haben erst am 9. November mit den Arbeiten am Anbau beginnen können“, sagt der Architekt der Stadt Homberg. Vorher habe es keine Zusage der Politik gegeben. Daher war eine pfiffige Idee gefragt.

Durch die Verbindung der massiven Bauweise mit dem Holzbau habe man eine gute und schnelle Lösung gefunden. Es werde auch eine Verbindung zwischen dem Alt- und dem Neubau geben. Mit dem Anbau und dem Umbau des ehemaligen Gefängnisses kommen zu den vier Fachpraxen in dem ehemaligen Amtsgericht drei weitere hinzu. „Die Mietverträge dafür sind in Arbeit“, erklärt Gontermann. 1900 Quadratmeter seien vermietbar. Bis zu 45 Arbeitsplätze sollen in dem Ärztehaus entstehen. Alles beim Alten bleibt für den Mieter der Dachgeschosswohnung in dem ehemaligen Gefängnis, sie bleibt erhalten.

Der Umbau werde 1,15 Millionen Euro kosten. Damit belaufen sich die Gesamtkosten für das Ärztehaus auf 2,5 Millionen Euro. Zuschüsse seien bereits aus dem Stadtentwicklungsfonds Jessica geflossen. Außerdem sei Geld aus dem Stadtumbau West zu erwarten, sagt Gontermann.

Das Ärztehaus sei ein wichtiger Baustein für die Vitalisierung der Innenstadt, sagt Hombergs Bürgermeister Martin Wagner. „Wir wollen Leben in die Stadt bringen und mit solchen Projekten gelingt uns das.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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