Friedigeröder Hobbyakteure bereiten sich auf Theaterabende in Mundart vor

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Sind im März mit zwei Stücken auf der Bühne zu sehen: Die Freiererer Olwettskepp proben seit November im Dorfgemeinschaftshaus für ihren ganz großen Auftritt.

Friedigerode. Kuriose Szenen, heitere Ränkespiele und Verwechslungen am laufenden Band – und das alles in Mundart. Das sind die Zutaten der Freiererer Olwettskepp – übersetzt heißt das soviel wie Friedigeröder Quatschköpfe.

Die schlüpfen alle zwei Jahre im kleinen Oberaulaer Ortsteil in die Kostüme. Am zweiten und dritten Märzwochenende hebt sich der Vorhang der Bühne im Dorfgemeinschaftshaus für 14 Hobbyakteure. Zu sehen sind gleich zwei Stücke: „Emmas Laden“ und „Ein Mann für Rosi“, Dauer jeweils eine Stunde.

Die Olwettskepp gründeten sich 1995 aus Mitgliedern der Burschenschaft. Damals interpretierten die versierten Laiendarsteller mit Vergnügen heitere Sketsche für den Kirmesabend. Von Anfang an wurden alle Szenen aus dem Hochdeutschen in Dialekt übersetzt. Das Spiel in Mundart ist ein Erfolgsrezept: „Es gibt kaum noch Gruppen, die im Dialekt spielen“, sagt der Vorsitzende Ewald Manz. Die Truppe ist bestens eingespielt. Einen Regisseur gibt es nicht. Der sei gar nicht nötig, erzählt Marlis Manz. „Die Schauspieler proben für die Stücke separat – und einig werden wir uns dabei immer.“

Mitspracherecht haben alle auch bei der Auswahl der Theaterstücke. „Jeder liest sich durch die Vorauswahl und vergibt Noten“, erklärt Ewald Manz. Geprobt wird im Friedigerode seit November, ein Mal, häufig zwei Mal in der Woche. In diesem Jahr nicht dabei ist der Chef der Technik Guido Keil. Der Kulissenbauer hatte im vergangenen Jahr einen schweren Motorradunfall und muss deshalb immer noch pausieren. „ Er fehlt uns an allen Ecken und Enden“, bedauern die Laiendarsteller und hoffen, dass ihr verlässlicher Techniker bald wieder auf den Beinen ist. Langsam steigt bei allen Akteuren die Aufregung.

Vor allem bei drei Friedigerödern, die ihre Premiere auf der Theaterbühne feiern: Frank Buchmann, Babsi und Ramona Conradi. Doch bis Anfang März wird bei allen der Text sitzen.

Quelle: HNA

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