Bürgermeisterwahl: Erich Göbert ist enttäuscht

„Die Neuentaler wollen mich nicht“

Erich Göbert

Neuental. Erich Göbert zog am Montagmorgen ein eher bitteres Fazit aus der Neuentaler Bürgermeisterwahl: „Die Neuentaler haben eine klare Ansage gemacht: Sie wollen mich nicht als Rathauschef.“

Der Römersberger hatte bei der Wahl am Sonntag 11,6 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Mitbewerber Jürgen Lenz kam auf 6,1 Prozent, Sieger und auch jetziger Amtsinhaber Kai Knöpper dagegen auf satte 82,3 Prozent.

Zur Bekanntmachung des Ergebnisses am Sonntagabend war Göbert nicht im Zimmersröder Rathaus erschienen: „Ich hatte die Leute nicht mit meinem langen Gesicht konfrontieren wollen“, sagte er gestern auf Anfrage der HNA. Nach der Auszählung der Stimmen sei ihm die „Flappe herunter“ und er selbst erst einmal für kurze Zeit in eine Art Schockstarre gefallen. „Ich hatte gewinnen wollen“.

Der Römersberger bezeichnete sich gestern als zweifachen Wahl-Verlierer. Zum einen habe er den Sprung ins Rathaus nicht geschafft, um anderen habe er sein zweites Ziel verfehlt – die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Die lag bei 63,2 Prozent und damit weit unter Göberts Erwartungen.

Göbert gratulierte seinen Mitbewerbern. Das „sensationelle Ergebnis“ von Amtsinhaber Kai Knöpper sei ein Zeichen, dass Knöpper im Wahlkampf den absolut richtigen Ton gefunden habe. Doch bei allem Frust übers schlechte Ergebnis blickt Göbert auch mit Spaß auf die vergangenen Wochen zurück: „Es war ein toller Wahlkampf, er hat richtig Spaß gemacht.“

Der dritte Kandidat Jürgen Lenz war gestern für eine Stellungnahme zur Wahl nicht erreichbar. (bra)

Quelle: HNA

Kommentare