Im Dienst der Kirche: Oliver Heinemann wird Pfarrer in Gudensberg

Er geht: Hans-Joachim Krause betreute die Vakanzvertretung in Gudensberg. Fotos: zrf

Gudensberg. Hans-Joachim Krause geht, Oliver Heinemann kommt. Er übernimmt die Pfarrer-Stelle in Gudensberg.

Bereits im Oktober wurde Pfarrer Hans-Joachim Krause aus dem aktiven Dienst der evangelischen Landeskirche verabschiedet. Bis zur offiziellen Einführung Heinemanns am morgigen Sonntag, 6. März, ab 14 Uhr in der Gudensberger Stadtkirche, hatte Krause die Vakanzvertretung weiter betreut.

Zuletzt war Hans-Joachim Krause - Pfarrer mit Leib und Seele - fünf Jahre als Seelsorger für die Pfarrstelle Gudensberg II tätig.

Der 65-Jährige schaut gemeinsam mit seiner Ehefrau Gerlinde auf eine 35 Jahre währende Partnerschaft als Pfarrehepaar zurück. Sein Amt wird nun Oliver Heinemann übernehmen. Seit 2003 ist er mit einer halben Stelle im Fritzlarer Stadtteil Geismar als Pfarrer tätig. Künftig wird er mit einer weiteren halben Stelle die Nachfolge von Pfarrer Krause in Gudensberg übernehmen.

Viele Stationen

Der 40-Jährige machte sein Abitur in Kassel. Später studierte er in Mainz Theologie. Zahlreiche Studienaufenthalte führten ihn in biblische Länder wie etwa nach Jordanien und Israel, mit den Arbeitsschwerpunkten Altes Testament und biblische Archäologie.

Er kommt: Oliver Heinemann übernimmt das Amt von Hans-Joachim Krause.

Das zweijährige Vikariat absolvierte Oliver Heinemann in Kassel-Harleshausen. Von dort aus ging es für ein Jahr nach Jerusalem an das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, wo Heinemann als Assistent des Direktors tätig war. Im Jahr 2001 trat er eine Assistentenstelle für systematische Theologie an der Universität in Kassel an.

Das Augenmerk des Ehemannes und mittlerweile zweifachen Vaters liegt in der Kinder- und Jugendarbeit. So rief er in Geismar beispielsweise den Kindergottesdienst erneut ins Leben und gestaltet den Konfirmandenunterricht vielfältig und interessant, um so sein Anliegen auch den Jugendlichen die Kirche ein Stück nahe zu bringen.

In Gudensberg wird zu den seelsorgerischen Aufgaben des Pfarrers die Betreuung des Seniorenheimes Eben-Ezer zählen und wie bereits in Geismar die aktive Mitarbeit im Kindergottesdienst.

Für Pfarrer Krause ist Gudensberg die letzte Stelle. Wetter im Kirchenkreis Marburg war seine erste: Dort setzte er von 1977 bis 1999 Akzente in der missionarischen und diakonischen Gemeinde-Entwicklung.

Mission und Ökumene

Besonders am Herzen lagen Krause die Ökumene und das sozialmissionarische Partnerschaftsprojekt des Kirchenkreises Marburg-Land „Straßenkinder in Addis Abeba“.

Bei seinen Besuchen der eintausend Straßenkinder in Äthiopien, so Krause, habe er gespürt, wie ihn die Arbeit auf einem scheinbar verlorenen Kontinent mehr und mehr faszinierte. So sei es selbstverständlich gewesen, dass er und Ehefrau Gerlinde für sechs Jahre auf die EKD-Auslandsstelle nach Äthiopien gingen. Nach der Rückkehr nach Deutschland im Februar 2006 trat Pfarrer Krause zwei halbe Pfarrstellen an. Einmal für die Landeskirche mit den Aufgabenbereich für Ökumene, Weltverantwortung, Weltmission und Partnerschaft. Die zweiten 50 Prozent galten dem Seelsorgebezirk II in Gudensberg und der allgemeinen Gemeindearbeit.

Krause hat während seiner Dienstzeit Akzente gesetzt beim Besuchsdienstkreis, im offenen Frauenkreis und im Förderverein für die Renovierung der Stadtkirche St. Margareten.

Quelle: HNA

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