Dienst mit Verantwortung bei den Malsfelder Werkstätten

Bundesfreiwilligendienst bei den Malsfelder Werkstätten: Anne Albrecht (19) aus Melsungen und Shanti Mühleib (19) aus Beiseförth in der Montage. Ihre Aufgabe ist die Kontrolle der Endprodukte. Foto: Schürgels

Malsfeld. Wohin nach der Schule? Direkt eine Ausbildung oder ein Studium: Diese Fragen haben sich auch Anne Albrecht und Shanti Mühleib gestellt. Sie wählten einen anderen Weg.

Die beiden 19-Jährigen aus Melsungen und Beiseförth haben sich für einen anderen Weg entschieden. Für ein Jahr haben sie sich zum Bundesfreiwilligendienst gemeldet.

Der Job 

In den Malsfelder Werkstätten arbeiten die beiden zusammen mit ihren Kollegen mit Handicap. „Wir werden für Fahrdienste eingesetzt und arbeiten mit den Menschen in der Montage“, sagt Anne Albrecht. „Dort vermitteln wir bei Streitigkeiten und sind für die Kontrolle der Produkte zuständig“, fügt Shanti Mühleib hinzu. Im Team der Malsfelder Werkstätten sind die Freiwilligen teil der Belegschaft.

Bis zu 25 Mitarbeiter mit Handicap betreuen die beiden Freiwilligen. Zwei Hauptamtliche Kollegen stehen den 19-Jährigen zur Seite.

Das Jahr 

„Wir wollten uns besser kennenlernen und mit Menschen arbeiten“, sagen beide Freiwillige. Aus diesem Grund haben sie sich für das Jahr entschieden.

Zunächst war es ungewohnt, plötzlich Verantwortung für eine Gruppe zu tragen. „Doch es war beruhigend, dass immer jemand im Hintergrund war“, sagt Shanti Mühleib.

Man lerne Verantwortung zu übernehmen, fügt sie hinzu.„Vor dem Jahr war ich ein schüchterner Mensch. Die Zeit hat mir geholfen auch selbst offener und selbstbewusster zu werden“, sagt Anne Albrecht über ihre persönliche Entwicklung.

Die Zeit danach 

Für beide „Bufdis“, so die Kurzform für Bundesfreiwillige, geht die Zeit bei den Malsfelder Werkstätten zu Ende. Sie nehmen viele schöne Erinnerungen mit. „Die Arbeit mit den Menschen macht das Ganze aus“, sagt Anne Albrecht.

Jeder Tag sei anders und man freue sich auf die Arbeit, fügt sie hinzu. Shanti Mühleib kann dies nur bestätigen. In der Zukunft schlagen beide den Weg in die Arbeit mit Menschen ein. Das Jahr bei den Malsfelder Werkstätten hat die Entscheidung, ein Studium im sozialen Bereich zu beginnen, gefestigt.

Hintergrund

 Der Weg zum Freiwilligendienst 

Bewerbungen nimmt die Diakonie Hessen online entgegen. Unter www.ev-freiwilligendienste.de kann die Online-Bewerbung direkt eingereicht werden. Nach einem Vorstellungsgespräch wird man auf die verschiedenen Stellen zugeteilt. Wünsche für eine besondere Einrichtung werden nach Möglichkeit erfüllt. Als Freiwilliger erhält man 440 Euro. Zwölf Monate dauert der Dienst. Eine Verlängerung auf 18 Monate ist möglich.

Quelle: HNA

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