Pfaffenhäuser engagieren sich bei der Feuerwehr und im Kirchenvorstand

Tür an Tür mit Dieter

Schlüssel zur kleinen Kirche: Christian Gebhardt, Mirco Götte, Dieter Götte, Petra Krapf, Nadin Nagel, Axel Wiederhold und Waltraud Plock (von links) sind stolz auf ihre kleine Kirche. Fotos: Kiele/ Burrack

Pfaffenhausen. In Pfaffenhausen gibt es mehr Kinder als Straßen: Das kleine Dorf liegt zwischen Borken und Homberg und hat 196 Einwohner; dafür nur acht Straßen. 26 Kinder leben dort. Ortsvorsteher Dieter Götte kennt jeden der Einwohner persönlich.

„Pfaffinhusin“ steht auf der Ortseingangstafel: So stand es auf dem Papier zur Ersterwähnung im Jahr 1359. Dement- sprechend haben die Pfaffenhäuser im Jahr 2009 ihre 650-Jahrfeier gefeiert. Zwei Tage ging es in Pfaffenhausen rund: Die Steven-Stealer-Band spielte für das Dorf, und es gab jede Menge Köstlichkeiten.

Spießbratenfest kam gut an

Gründe zum Feiern gibt es im Dorfgemeinschaftshaus in Pfaffenhausen immer. Die Räumlichkeiten in dem alten Schulgebäude sind oft ausgebucht. „Hier wurde ich 1966 noch eingeschult“, sagt Götte. Vor ein paar Wochen fand dort das Spießbratenfest der Feuerwehr statt, zu dem das halbe Dorf erschienen war.

60 Mitglieder gibt es in der ortsansässigen Feuerwehr. Die Arbeit ist gut aufgeteilt: Mirco Götte ist Vereinsvorsitzender, während Christian Gebhardt die Aufgaben des Wehrführers übernimmt.

Nadin Nagel ist stellvertretende Wehrführerin und auch „Helferin vor Ort“. Wenn in Pfaffenhausen und in den Ortschaften Freudenthal, Stolzenbach und Dillich der Notarzt gerufen wird, eilt sie direkt zur Hilfe.

Alle Mitglieder der Feuerwehr würden in die kleine Kirche von Pfaffenhausen Platz finden. 1315 wurde sie nach Angaben von Petra Krapf (Kirchenvorstand) erstmals urkundlich erwähnt. Zuletzt wurden Bewohner Axel Wiederhold und seine Frau Nicole in der Kirche getraut. Neuerdings gibt es auch am Samstag ab 18 Uhr einen Gottesdienst.

Waltraud und Hermann Heise verlassen bald Pfaffenhausen, jedoch nur für ein paar Wochen. Mit ihrem Wohnmobil sind sie in der Zeit von Anfang April bis Ende Oktober in Europa unterwegs. Zuletzt waren sie in Frankreich, jetzt geht es nach Polen, genauer nach Masuren. „Wenn wir wiederkommen, hängt uns die Nachbarschaft an den Lippen“, sagt Waltraud Heise.

Von Bochum aufs Land

Der Liebe wegen ist Tanja Lehmann nach von Pfaffenhausen nach Bochum gezogen. Sie wohnt seit 2005 mit ihrem Mann Heiko und den drei Kindern in einem großen Haus mit Garten. „Ich fühle mich hier wohl“, sagt sie strahlend. WEITERER ARTIKEL UNTEN

Von Franziska Kiele

Quelle: HNA

Kommentare