Diner en blanc: Totenkirche war am Samstag Treffpunkt für 100 Gäste ganz in Weiß

Genossen Köstlichkeiten und gute Weine: Die Gäste um Organisatorin Wilma Merle (rechts) freuten sich über das gute Wetter und ließen sich die mitgebrachten Leckereien schmecken. Fotos: Rose

Treysa. Leichte, duftige Stoffe in strahlendem Weiß umwehten die Gäste, die am Samstagabend auf das Gelände der Totenkirche in Treysa strömten.

Die elitären Spaziergänger gehörten jedoch weder zu einem Ärztekongress, noch waren sie Teil einer Hochzeitsgesellschaft – nein, die elegant gekleideten Gäste waren geladen zum geheimen Diner en blanc, zum Essen in Weiß. Mehr als 100 Menschen trafen sich am Fuße der Ruine zu einem gemeinsamen Picknick.

Diner en blanc an der Treysaer Totenkirche

Die Idee haben sich die beiden Organisatorinnen, Augenoptikermeisterin Wilma Merle und Marlis Schweigert vom Weinforum in Asterode, aus Frankreich abgeschaut: Ein mal im Jahr wird dort das Geheimtreffen in Parks oder Straßen der Stadt veranstaltet. Eingeladen waren Liebhaber edler Tropfen und kulinarischer Köstlichkeiten, die aus der Schwalm, aus der Pfalz und Regensburg anreisten. Über den Ort des Geschehens waren die Gäste erst ganz kurz vorher per Handy informiert worden.

Binnen Minuten verwandelten sich die kargen Tische in zauberhafte und stilvolle Tafeln: Weißes Porzellan, Kerzenleuchter, weiße Tischtücher, feines Besteck und Blumen machten das Erlebnis perfekt. Was die Gäste da aus den Picknickkörben zauberten, konnte mit so manchem Gourmet-Restaurant locker mithalten.

Forstdirektor Christoph Goebel tischte überraschende Gaumenfreuden auf: Vom Spinat-Karotten-Quiche über eine Lachs-Terrine bis hin zu Schweinefilet an Rosmarinjus und Salbei-Möhren in Serrano-Schinken – die Auswahl ließ keine geschmacklichen Wünsche offen. Überraschte Gesichter gab es jedoch nicht nur ob des guten Essens: Mancher Spaziergänger ließ den Blick doch recht verwundert über das Gelände schweifen.

Die Gäste genossen ihr Treffen in vollen Zügen, immer wieder hallte das Klingen der Gläser im lauen Abendlüftchen wider. Höhepunkt war das Singen einer gemeinsamen Hymne im Kirchenschiff, die ein Ottrauer ganz im Verborgenen – wie es sich für ein Diner en blanc gehört – geschrieben hatte.

Quelle: HNA

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