Geflügelbetriebe im Landkreis bekommen Auswirkungen zu spüren – Weniger Aufträge, viele Fragen

Dioxin-Skandal: Kunden sind vorsichtig

Sorge um die Gesundheit: Nach den Dioxinfunden in Tierfutter und Eiern sind Verbraucher verunsichert. Foto: dpa

Schwalm-Eder. Nach den Dioxinfunden in Tierfutter sind die Verbraucher verunsichert: Kann man Eier und Fleisch noch bedenkenlos verzehren? Mit dieser Frage werden zurzeit auch die Inhaber von Geflügelbetrieben im Schwalm-Eder-Kreis konfrontiert.

„Viele Kunden erkundigen sich, woher wir unser Futter beziehen“, sagt Werner Hebeler, Eigentümer eines Geflügelhofs in Neuental-Römersberg. Er könne sie allerdings beruhigen. Das Futter für seine Tiere kauft er beim Raiffeisen-Kraftfutterwerk in Altmorschen. „Und die Firma hat uns versichert, dass ihr Futter unbedenklich ist.“

Von dort bezieht auch Klaus Otto, Inhaber des Geflügelhofes Otto-Ei in Melsungen, das Futter für seine Tiere. Otto vertraut ebenfalls auf die Aussage, das Raiffeisen-Futter sei garantiert frei von Dioxin. Dennoch bleiben seit dem Skandal die Bestellungen aus. „Vor allem die großen Handelsketten sind derzeit sehr vorsichtig, wollen absolute Sicherheit“, sagt Otto. Die Auftragsbücher seien deshalb leer. Dass die Kunden verunsichert sind, könne er nachvollziehen. Trotzdem hofft der Landwirt, dass schnell wieder Normalität einkehrt. „Denn uns Landwirten hilft in dieser Situation niemand.“

Ganz normal läuft der Betrieb hingegen auf dem Hephata-Geflügelhof in Frielendorf-Leuderode. „Wir sind ein reiner Bio-Betrieb, verwenden ausschließlich biologisches Futter“, sagt Betriebsleiter Karl-Heinz Lübeck. Anfragen von Kunden muss er dennoch oft beantworten: „Die meisten wollen wissen, wo die Eier herkommen.“ (fil)

Quelle: HNA

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