Arbeitskreis soll über Neuentals neue Energiepolitik beraten

Diskussion um Eon-Beitritt

Neuental. Wie die Energiepolitik in Neuental in den kommenden 20 Jahren gestaltet werden soll, dazu wurde während der Sitzung der Gemeindevertreter in Schlierbach eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll Vorschläge erarbeiten, ob die Gemeinde sich am Rückkauf der Eon-Anteil beteiligen soll oder nicht.

Denn der Beitritt zur neu gegründeten EAM habe für Neuental nicht nur Vorteile, sagte Bürgermeister Kai Knöpper. Vor allem sei der Kauf von Eon-Anteilen wohl nur als Konzessionspartner möglich. Für Neuental bedeute dies, etwa 97 000 Euro aus der eigenen Kasse zu bezahlen. Dazu käme ein Kredit von knapp einer Million Euro über eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Kapitaldienst soll nach den Plänen aus der Dividende erfolgen.

Denkbar wäre auch, dass sich Neuental nicht an dem Rückkauf beteiligt, aber dennoch Konzessionspartner der Eon bleibt. Die Gemeinde könnte aber auch den Konzessionsvertrag aufgrund des Sonderkündigungsrechts beenden und einen neuen Konzessionspartner suchen.

Die Bedenken Knöppers wollte Christian Lingemann (Bürgerliste) nicht teilen. Seiner Ansicht sollte sich Neuental dem Kreis anschließen. Eine Prüfung in einer Arbeitsgruppe sei vernünftig, hielt Frank Hassenpflug (SPD) entgegen. Und Edgar Bruchhäuser (CDU) sagte, dass das lukrative Vertriebs-Geschäfte bei Eon bleibe. Die Folge: die EAM würde nur an der Durchleitung verdienen. (ras)

Quelle: HNA

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