Dekan Rudolf Schulze stößt Diskussion über Missionsarbeit im Kirchenkreis an

Diskussion über Missionsarbeit im Kirchenkreis: Mehr für den Glauben tun

Die Kreissynode: Im Melsunger Lutherhaus tagt mehrmals im Jahr das Gremium, in dem Pfarrer und Laien den Weg vorgeben, den der Kirchenkreis nehmen soll. Fotos: nh

Melsungen. Einen vehementen Appell für mehr geistiges Leben in der Arbeit des Kirchenkreises Melsungen startete in der jüngsten Kreissynode Dekan Rudolf Schulze. Wenn der Eindruck entstehe, dass Kirche sich vornehmlich mit sich selbst beschäftige, dann habe Kirche ihre eigentliche Aufgabe, „…Gott und den Menschen zu dienen, aus dem Blick verloren.“

„Das Evangelium ist die Kompassnadel, die allen Angeboten unserer Gemeinden und Einrichtungen die Richtung zeigt, damit Glaube, Hoffnung und Liebe unter uns wachsen können.“ Mit diesen Worten begann Schulze seinen Jahresbericht vor Vertretern von über 40 Kirchengemeinden im Krichenkreis Melsungen.

Was vielen selbstverständlich klinge, kam für manchen jedoch in den Gesprächen der vergangenen Jahre zu kurz. Oftmals beherrschten ökonomische und organisatorische Prozesse die Diskussion, so Schulze.

Ergänzung des Leitbildes

Angeregt durch das Bild von der Kompassnadel diskutierte die Versammlung mit viel Engagement ein Grundsatzpapier mit dem Titel: „Mission in der Region“. Erdacht worden war dieses von einem Ausschuss, den die Kreissynode im Herbst 2010 ins Leben gerufen hatte, um das 2005 erarbeitete Leitbild zu ergänzen.

Rudolf Schulze

Als Leitlinie für ihre Arbeit wird den Kirchengemeinden vorgeschlagen, „in einer säkularen Gesellschaft …Glaube zu wecken und zu fördern, damit Menschen in unseren Gemeinden heimisch werden.“ Nach Beschluss der Synode soll dieses Papier in allen Gemeinden des Kirchenkreises bis zum 31. August besprochen werden.

Laut Pfarrerin Petra Fuhrhans (Fuldabrück) soll dieses Papier auch ein Impuls für die Gemeinden sein, ihre Angebote aufeinander abzustimmen. Es soll aber auch Anlass sein, nach rechts und links zu schauen, was in den Nachbargemeinden geschieht.

„Nicht jede Gemeinde muss das gleiche Vollangebot haben. Wenn die Gemeinden aufeinander zugehen, kann jede Gemeinde ihr eigenes Profil entwickeln“, heißt es in einer Pressemitteilung des Dekans. So könne sich die eine Gemeinde auf moderne Gottesdienste spezialisieren, die andere bietet Taizè-Andachten an, die dritte lädt zu Glaubenskursen ein, die vierte hat in der kirchenmusikalischen Arbeit ihren Schwerpunkt. (and)

Quelle: HNA

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